Kulinarische Botschafter Niedersachsen 2016

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Regionale Lebensmittel sind gerade buchstäblich „in aller Munde“. Ganz besonders galt das auf der Prämierungsveranstaltung des diesjährigen Wettbewerbs „Kulinarisches Niederachsen“, die am Mittwoch, 1. Juni, in Hannover stattfand. Auf einem der, nach eigener Aussage „schönsten Termine des Jahres“ zeichnete Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil 48 exzellente Lebensmittel aus niedersächsischen Regionen als „Kulinarische Botschafter Niedersachsen 2016“ aus.

Klar, dass es reichlich Kostproben gab. Und so probierte sich Weil von „A“, wie Ainpöckisches Bier, bis „Z“, wie gereifte Ziegenkäsepyramide, einmal durch das neue Sortiment. An dem Branchenevent nahmen rund 190 Branchenvertreter aus der Lebensmittelwirtschaft, dem Handel und der Gastronomie, sowie Politiker und Verbandsvertreter aus ganz Niedersachsen teil.

Vor seinem kulinarischen Rundgang hatte der Ministerpräsident in einer feierlichen Prämierung die Urkunden an 41 regionale Hersteller aus insgesamt 21 niedersächsischen Landkreisen überreicht. Die Vielfalt der prämierten Produkte reicht vom „gekräuterten Kamm“ einer Fleischerei aus Lastrup über „Blaumelade“ einer Heidelbeeranbauerin aus Brokeloh bis zur „Gourmet-Gerste“ aus Rinteln. Geprüft und ausgewählt wurden die jetzt ausgezeichneten Produkte von einer unabhängigen Expertenjury im Auftrag der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e. V.

„Wir wollen mit unserem Wettbewerb die hervorragende Qualität und Vielfalt unserer heimischen Lebensmittel wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken“, sagte Christian Schmidt, Geschäftsführer der niedersächsischen Marketinggesellschaft, anlässlich der Prämierung. „Viele Verbraucher wissen gar nicht mehr, dass wir hier, sozusagen vor unserer Haustür, Produkte haben, die internationalen Spezialitäten mit klingende Namen mindestens ebenbürtig sind“, so Schmidt. Die prämierten Produkte machten den Gedanken der Nachhaltigkeit sinnlich erlebbar, meint Schmidt, „denn alle werden hier bei uns hergestellt, überwiegend aus heimischen Rohstoffen und von verantwortungsvollen, in den Regionen verwurzelten Unternehmern. Nicht zuletzt sei der Wettbewerb deshalb auch ein Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung, den man nicht unterschätzen sollte.

Der jährliche Wettbewerb „Kulinarisches Niedersachsen“ ist eine Erfolgsgeschichte. Sieben Mal seit 2010 fand die Ausschreibung bisher statt. 201 Produkte von rund 123 Herstellern dürfen seitdem als „Kulinarische Botschafter Niedersachsen“ bezeichnet werden und das dazu gehörende Label tragen. Seit 2010 wurden knapp 1.000 Lebensmittel aus niedersächsischer Produktion begutachtet. 2016 beteiligten sich 97 Unternehmen mit insgesamt 177 verschiedenen Produkten. Die Chance auf eine Auszeichnung haben nur Lebensmittel, die in der jeweiligen Produktkategorie sensorisch makellos, geschmacklich überdurchschnittlich und damit beispielgebend sind. Der Herstellungsprozess muss für die Jury nachvollziehbar ohne verbilligende oder schönende Hilfs- oder Zusatzstoffe erfolgen. Das meisterliche Können, die Kreativität und gegebenenfalls die Innovationskraft des Lebensmittelhandwerkers oder –herstellers müssen im Produkt erkennbar sein. Die Hauptbestandteile der Produkte sollen soweit möglich aus Niedersachsen stammen, die Produktion muss in Niedersachsen erfolgen.

Die jährliche Prämierungsveranstaltung mit dem Ministerpräsidenten als Schirmherrn hat sich zu einer branchenweit bedeutenden und effektiven Netzwerkveranstaltung entwickelt, Alle Unternehmen mit prämierten Produkten (aus allen Jahren) erhalten auf einem „Marktplatz der Kulinarischen Botschafter“ während der Veranstaltung die Möglichkeit, sich und ihr Produktsortiment vorzustellen und Kontakte zu Absatzmittlern aus dem Lebensmitteleinzelhandel, der Gastronomie und zu anderen Herstellern zu knüpfen.

Aus der Region
Ainpöckisch Bier und Einbecker Brauherren Pils zum Kulinarischen Botschafter Niedersachsen 2016 gekürt

Ainpöckisch Bier, urkundlich belegt seit 1378, ist die naturtrübe Bockbier-Spezialität aus der Heimat des Bockbieres. Gebraut nach traditioneller Rezeptur, unfiltriert und hopfenbetont. Zu Zeiten der Hanse war Ainpöckisch Bier im gesamten Hanseraum begehrt und selbst Martin Luther lobte 1521: „Der beste Trank, den einer kennt, wird Ainpöckisch Bier genennt“. Die Einbecker sind die Erfinder und Namensgeber des Bockbiers. Seit über 600 Jahren kommt Deutschlands beliebtestes Bockbier aus Einbeck.

Bereits zum siebenten Mal in Folge wurde außerdem Einbecker Brauherren Pils, das untergärige Pils mit seinem klassisch-herben Charakter, zum Kulinarischen Botschafter Niedersachsen gewählt. „Wieder als ‚Kulinarischer Botschafter‘ ausgezeichnet zu werden, erfüllt uns mit Freude. Und es ist uns eine Ehre, gemeinsam mit den anderen ausgezeichneten Produkten, den ‚guten Geschmack‘, den wir in Niedersachsen qualitätsbewusst erzeugen, auch überregional stolz zu präsentieren“, so Ingo Schrader, Marketingleiter des Einbecker Brauhauses.

beckers bester: Apfel-Kirsche zum Kulinarischen Botschafter Niedersachsens ernannt

Sensorisch makellos, geschmacklich überdurchschnittlich und damit beispielgebend, das sind die Eigenschaften von „Apfel & Kirsche“, dem ausgezeichneten Fruchtsaft aus der veganen Bio-Range von beckers bester.

Bio-Würzöl aus der Ölmühle Solling prämiert

Das Bio-Würzöl Suppengrün aus der Ölmühle Solling hat es in diesem Jahr mit aufs Treppchen geschafft: Damit ist der handwerklich arbeitende Familienbetrieb aus dem Weserbergland bereits zum dritten Mal in Folge Träger der begehrten Auszeichnung.

Mehr unter: www.kulinarische-botschafter-niedersachsen.de  sowie unter www.mg-niedersachsen.de