Kreishandwerkerschaft fordert wirksame Bekämpfung der Schwarzarbeit

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Text von: redaktion

Der Bericht des Bundesrechnungshofs hat gezeigt, dass die Schwarzarbeit trotz aller Bemühungen des Staates nicht verringert werden konnte.

Trotz des in 2004 beschlossenen Schwarzarbeits- bekämpfungsgesetztes hat der Bundesrechnungshof ernüchternd feststellen müssen, dass die Schwarzarbeit nicht nachweislich verringert wurde. Daher fordert die Kreishandwerkerschaft die Änderung der Rahmenbedingungen, so sei die Absenkung der Lohnzusatzkosten der erkennbar einzige Weg. Nur durch eine spürbare Verringerung der Lohnzusatzkosten wird eine seriös kalkulierte Handwerkerleistung bezahlbar. Um Betrug an Sozialversicherungen, Steuerausfälle, Arbeitsplatz- gefährdung und die Verhinderung von Ausbildungsplätzen zu vermeiden, müssen staatlicherseits die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Menschen keinen Grund haben sich regelwidrig zu verhalten.

„So lange es aus Sicht des Verbrauchers entscheidend attraktiver ist, jemanden – ohne Rechnung – mit handwerklichen Tätigkeiten zu beauftragen, weil am Ende vielleicht nur die Hälfte oder noch weniger gegenüber einem ordentlich kalkulierten Preis zu bezahlen ist, wird sich diese Situation auch nicht ändern“, erläutert Kreishandwerks- meisterin Thiele-Hann (Foto). Andreas Gliem, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen ergänzt, dass nur dann, wenn legale handwerkliche Arbeit auch bezahlbar sei, eine Chance bestehe, gesetzwidrige Aktivitäten zu verhindern.