Kreative Akteure vernetzen sich

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Text von: redaktion

Am 08. Mai 12 fanden sich über 100 Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft aus Göttingen, Südniedersachsen und Kassel zur Auftaktveranstaltung der Netzwerkinitiative K.A.M.P in der LOKHALLE Göttingen ein. Die Abkürzung “K.A.M.P.“ steht für “Kreativ arbeiten mit Perspektive!“.

Der Abend wurde vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes in Kooperation mit der GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH und dem Kulturdezernat der Stadt Göttingen veranstaltet.

Die Moderation des Abends übernahm Tania Breyer, Projektleiterin des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes. Dass eine solche Netzwerkinitiative überfällig war, zeigte nicht nur die Flut von Anmeldungen, die bei den Veranstaltern einging. Auch der Kulturwirtschaftsbericht der Stadt Göttingen aus dem Jahr 2011 machte bereits den Stellenwert und die Perspektiven dieser Branche im Wirtschaftsraum Göttingen mehr als deutlich.

So richtete das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes in Kooperation mit der GWG bereits einen regelmäßigen Sprechtag im Medienhaus ein, welcher sich an künstlerisch, kulturell und kreativ Schaffende richtet, die sich mit eigenen kreativen Ideen unternehmerisch aufstellen wollen. Die Sprechtage stellen eine Basis für die Stärkung der Kulturwirtschaft dar. Dieses Beratungsangebot stieß in Göttingen auf fruchtbaren Boden.

Um auf dieser Basis aufzubauen, ist mit der Netzwerkinitiative K.A.M.P. der nächste wichtige Schritt bereits getan. Besonders in der Stadt Göttingen, wo die Kulturwirtschaft eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung hat, ist eine Vernetzung der Kreativunternehmer, die als Impulsgeber wichtiger Innovationen viele neue zukunftsorientierte Arbeits- und Geschäftsmodelle entwickeln, wichtig.

Förderung der Kommunikation zwischen den Unternehmen, Informationsaustausch und Interessenbündelung stehen neben dem Sichtbarmachen der Branche im Vordergrund.

Nachdem die Kulturdezernentin, Dagmar Schlapeit-Beck, und der Geschäftsführer der GWG, Klaus Hoffmann, noch einmal die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft für die Region betonten – Kreativschaffende machen elf Prozent der gesamten Göttinger Wirtschaft aus – wurden die Akteure selbst in den Fokus gerückt.

Sechs kreative Unternehmer aus Göttingen, Einbeck und Kassel berichteten von Ihrer Arbeit.

Unter ihnen waren der Journalist und Autor Ulrich Drees, der die Idee einer Austauschplattform für Kreativschaffende in den Raum warf. Judith Kara, Tänzerin und Leiterin der Ballettschule „Art la danse“ berichtete von ihren Erfahrungen als Unternehmerin, Tanzlehrerin und Choreografin. Der Medienkünstler Sebastian Fleiter aus Kassel stellte sein Projekt „Electric Hotel“ sowie die „Nachrichtenmeisterei“ am Kasseler Hauptbahnhof vor, ein 6000 Quadratmeter großes Gelände der Deutschen Bahn, an dem Fleiter fast 50 Kreative angesiedelt hat.

„Ich bin von der Resonanz begeistert“, so Tania Breyer, „wir werden die begonnenen Aktivitäten weiterführen und uns gleich am 20. Juni wieder zusammensetzen, um die Branche zu stärken und ihr zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen.“