Kooperation: Palliativmedizin der UMG und Diakonie Christophorus

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Text von: redaktion

Die palliative Betreuung ist ein wichtiger Bestandteil bei der Begleitung von unheilbar kranken und sterbenden Menschen. Menschen mit Behinderungen im Sterben zu begleiten, stellt die Betreuer oft vor besondere Herausforderungen.

Der Grund: Die Bewohner leben häufig lange in den Einrichtungen, dadurch gibt es intensive Beziehungen zu den Betreuenden. So besteht oftmals der Wunsch, in gesundheitlichen Krisensituationen auf die Verlegung der Menschen in eine Pflegeeinrichtung verzichtet zu können.

16 multiprofessionelle Betreuungskräfte der zur Diakonie Christophorus gehörenden Wohnstätte „Haus Wiesenfeldt“ werden jetzt von Mitarbeitern der Klinik für Palliativmedizin erstmals direkt vor Ort in ihrer Einrichtung qualifiziert. Die Betreuungskräfte erlernen Grundlagen für die kompetente Begleitung von schwerkranken Menschen mit Behinderungen in der letzten Lebens- und Sterbephase.

Zusätzlich wird eine Mitarbeiterin in einer 160 Stunden-Weiterbildung zur Palliative Care Fachkraft und als Koordinatorin in der Mildred Scheel Akademie Göttingen geschult. Ziel ist es, palliatives und hospizliches Handeln dauerhaft in einer Wohngruppe von Menschen mit Behinderungen möglich zu machen.

Dieses neue Angebot der Mildred Scheel Akademie für eine hausinterne Schulung und Qualifizierung kann auch von anderen Einrichtungen genutzt werden. Themen der internen Schulung sind u.a. die Bedeutung von Palliative Care, die eigene Haltung gegenüber Endlichkeit und Leid sowie der Umgang mit belastenden Symptomen, wie z. B. Schmerzen, Unruhe, Atemnot und Angst. Weitere Themen sind Ernährung und Flüssigkeit am Lebensende, die Mundpflege, die Begleitung Sterbender und der Umgang mit Verstorbenen, Abschied und Trauer sowie die Kommunikation im Team, mit Patienten und Angehörigen. Ergänzt werden diese Themen durch Inhalte zur Selbstpflege und der Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen.