©Alciro Theodoro da Silva
©Alciro Theodoro da Silva
Text von: Kim Henneking

Kräne, Brücken, Bohrinseln – die Welt der Konstruktionsmechanik

Große Bauwerke aus Metall werden seit jeher bewundert. Riesig und teilweise ­kilometerlang erstrecken sich beispiels­weise von Menschenhand erschaffene Brücken über tiefe Täler, monströse Kräne ragen hoch in die Luft, auch enorme Schiffe oder ganze Bohrinseln beeindrucken immer wieder aufs Neue. Doch eins ist klar: Diese Konstruktionen wurden nicht von heute auf morgen gebaut – und schon gar nicht vor Ort und Stelle. Ein Konstruktionsmechaniker steckt hinter dieser Präzisionsarbeit.

Seine Aufgabe besteht aus der Herstellung von Einzelteilen, die passgenau in einer Werkhalle produziert werden, und dem Schreiben einer Anleitung zum späteren Zusammenbauen der Metallbaukon­struktionen. Er muss genau wissen, wie das End­ergebnis aussehen soll und wie viele Teile dazu vonnöten sind. Diese Baustücke fertigt er mithilfe von Brennschneidern, Sägen oder computergesteuerten Maschinen an. Größere Teile können schon in der Werkstatt zusammengeschweißt werden. Für den Rest muss der Mechaniker eine tech­nische Zeichnung anfertigen und den Kunden über Besonderheiten und Sicherheitsvorschriften aufklären. Auch Wartungsarbeiten am fertigen Bauwerk kann der Konstruktionsmechaniker übernehmen, dazu gehört zum Beispiel die Überprüfung von elektrotechnischen Komponenten.

Für diesen Ausbildungsberuf sollte man daher auf jeden Fall körperlich fit und schwindelfrei sein, denn oftmals geht es hoch hinaus. Außerdem gehören Sorgfalt, ein technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen dazu. Interesse an Fächern wie Werken, Mathematik, Physik und Englisch helfen in der dreieinhalbjährigen Ausbildung weiter, die es in zwei Varianten gibt: in Industrie und Handwerk.

Handwerksbetriebe nehmen vor allem Bewerber mit Hauptschulabschluss an, in der Industrie wird ein Realschulabschluss bevorzugt. Und nach der erfolgreichen Ausbildung findet sich in der Regel ein Job im Bau­gewerbe sowie in Unternehmen des Metall-, ­Maschinen- und Fahrzeugbaus.