Konjunkturpaket federt Arbeitslosenzahlen ab

Text von: redaktion

Die Agentur für Arbeit Göttingen meldet eine nur leichte, saisonal bedingte, Steigerung der Arbeitslosenquote auf 8,5 Prozent im Dezember 2009. Zwar bleibt die Kurzarbeit wichtiges Instrument zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes, doch zeigt sich bei den Stellenzugängen eine positive Tendenz.

Mit einem Bestand von insgesamt 19.070 Arbeitslosen waren im Dezember 190 bzw. 1 Prozent mehr Menschen arbeitslos als im November.

Betrachtet man die Zahl der Zugänge aus Erwerbstätigkeit wird deutlich, dass der Bereich der Arbeitslosenversicherung durch die Wirtschaftskrise direkter betroffen ist, als der Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende:

Im Dezember meldeten sich in der Arbeitsagentur 1.028 Menschen nach Beschäftigung arbeitslos, bei den Trägern des Arbeitslosengeldes II waren dies 456 Personen.

Michael Schmidt, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Göttingen, kommentiert: „Der recht moderate Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass insbesondere die saisonal üblichen Arbeitslosmeldungen aus dem Bau- und Baunebengewerbe in größerer Zahl ausbleiben.

Hier besteht sicherlich ein Zusammenhang mit der durch das Konjunkturpaket bedingt guten Auftragslage in vielen Betrieben.“

Neben den Auswirkungen des Konjunkturpakets sei für diese Entwicklung auch die Förderung der Betriebe und Arbeitnehmer durch Kurzarbeit verantwortlich.

Insbesondere die konjunkturelle Kurzarbeit habe sich als wichtiges Instrument der Stabilisierung des Arbeitsmarktes erwiesen, um Entlassungen vorzubeugen.

Im September bezogen 6.379 Menschen in 386 Betrieben konjunkturelles Kurzarbeitergeld.

Positiv sei auch die Entwicklung im Bereich der ungeförderten Stellenangebote zu bewerten. Zwar sei das Gesamtergebnis 2009 mit 7.886 eingegangenen Stellenangeboten deutlich hinter dem Ergebnis von 2008 mit 9.404 Offerten zurückgeblieben.

Der leichte positive Aufwärtstrend der letzten Monate im Vergleich zum Vorjahr habe sich jedoch auch im Dezember fortgesetzt, so dass erstmals 2009 der Stellenzugang vom entsprechenden Vorjahresmonat erreicht worden sei.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verlief im Dezember in den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Göttingen unterschiedlich:

Während in Uslar die Arbeitslosenquote mit 7,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat konstant blieb und in der Hauptagentur Göttingen die Arbeitslosenquote sogar auf 8,4 Prozent (-0,1) Prozent sank, stieg die Arbeitslosenquote in allen anderen Geschäftsstellenbezirken an:

In Duderstadt auf 6,4 Prozent (+0,1), Hann. Münden auf 7,2 Prozent (+0,1), Northeim auf 7,4 Prozent (+0,4), Einbeck auf 9,5 Prozent (+0,3) und Osterode auf 11,1 Prozent (+0,1).

Die Arbeitsmarktsituation in Südniedersachsen (Agenturbezirk Göttingen) ist weiterhin ungünstiger als im Bundesland Niedersachsen mit einer Quote von 7,5 Prozent (November: 7,3 Prozent).