Kompetenznetz Degenerative Demenzen (KNDD) startet

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Text von: redaktion

Die Universitätsmedizin Göttingen leitet einen von drei Forschungsverbünden des KNDD zur Erforschung von Alzheimer und wird dabei in der ersten, dreijährigen Förderphase mit zwei Millionen Euro vom Bund unterstützt.

In Deutschland leiden rund eine Million Menschen an einer Demenz, jährlich treten 200.000 Neuerkrankungen auf. Insgesamt breiten sich Krankheiten wie Alzheimer und Demenz stark aus. Experten schätzen, dass sich die Zahl der Demenz-Betroffenen bis zum Jahr 2030 verdoppeln wird. Bisherige Behandlungsmethoden können die fortschreitenden Krankheitsprozesse verzögern, nicht aber aufhalten oder gar rückgängig machen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher das bundesweite Kompetenznetz Degenerative Demenzen (KNDD) mit einer geplanten Förderdauer von zwölf Jahren. Insgesamt sind dafür Mittel von rund 50 Millionen Euro vorgesehen. Beteiligt sind 21 Universitäten, Max-Planck-Institute, das Helmholtz-Zentrum und Hertie-Zentrum an 16 Standorten in Deutschland

Der Standort Göttingen bekommt für die erste, dreijährige Förderperiode rund zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Fördersumme des KNDD für Göttingen steigt in den drei darauf folgenden Phasen (drei mal drei Jahre) an, um einen Ausbau zu ermöglichen.

Das KNDD besteht aus drei Forschungsverbünden, von denen jeder einen anderen Schwerpunkt abdeckt: 1. Forschung zur Entstehung von Demenzen; 2. Therapieforschung mit Tiermodellen und 3. Forschung zur Früherkennung, zum Verlauf, zur Therapie und ihren Kosten. Damit ist ein inhaltlich weit gespanntes Forschungsnetz entstanden, in dem Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen interdisziplinär zusammenarbeiten.

An der Universitätsmedizin Göttingen leitet Jörg B. Schulz, Direktor der Abteilung Neurodegeneration und Neurorestaurationsforschung, den Forschungsverbund 1. Dieser will die Entstehung von Demenzen genauer erforschen.