Kommune des Jahres

© SüdniedersachsenStiftung
Text von: Yannick Lowin

Der Landkreis Göttingen wurde mit dem Sonderpreis Kommune des Jahres 2009 des “Großen Preises des Mittelstandes“ ausgezeichnet.

„Der Preis ist eine weitere Anerkennung dafür, dass der Landkreis Göttingen aus einer Schlusslichtposition bei der Arbeitslosigkeit und der Wirtschaftskraft heraus auf die Überholspur abgebogen ist“, so kommentierte Landrat Reinhard Schermann die Auszeichnung als Kommune des Jahres 2009.

Diese wird seit 15 Jahren von der Oskar-Patzelt-Stiftung bundesweit als Sonderpreis im Rahmen ihres „Großen Preises des Mittelstandes“ ausgelost. Die Stiftung ehrt damit Institutionen auf kommunalpolitischer Ebene mit herausragenden Leistungen und Erfolgen beim Aufbau sowie bei der Entwicklung mittelständischer Wirtschaftsstrukturen.

Vorgeschlagen für die Ehrung wurde der Landkreis u.a. von Ingrid Lange, geschäftsführende Gesellschafterin der Firma Indula aus Katlenburg-Lindau, die im Jahr 2008 den „Großen Preis des Mittelstandes“ gewinnen konnte.

Zusammen mit dem Vogtlandkreis (Sachsen-Anhalt), ebenfalls diesjähriger Preisträger, konnte sich Göttingen gegen 40 andere Bewerber durchsetzen.

Die Vorzüge des Landkreises, die von der Jury hervorgehoben wurden, sind vielfältig.

Besonders betont wurde beispielsweise die erfolgreiche Netzwerkbildung. Allen voran die von 130 Unternehmen und den Kommunen getragene SüdniedersachsenStiftung.

Doch auch die erfolgreiche Arbeit von Unternehmensclustern, wie beispielsweise in der Verpackungsindustrie, wurde positiv bewertet. Zudem konnte der Landkreis mit seiner Profilierung als Wissens- und Innovationsregion punkten.

So gehört die Region in den Zukunftsbranchen Medizin- bzw. Laser- und Messtechnik sowie Biotechnologie zur Spitzengruppe in Deutschland.

In einzelnen Bereichen sind Unternehmen wie Sartorius, KWS und Otto Bock gar Weltmarktführer. Repräsentiert werden diese Branchen – wie im letzten Fall – oft von mittelständischen Unternehmen mit langer Familientradition.

Auch von der Politik angestoßene Projekte wurden bei der Preisverleihung in Berlin in hohem Maße gewürdigt. Dazu gehören die verbesserte Infrastruktur, der Bürokratieabbau und das damit einhergehende Verschlanken der Verwaltung, die auch Landrat Schermann besonders hervorhebt:

„Wir sind mittlerweile bekannt für schnelle Genehmigungsverfahren für Industriebauten. 17 Tage für ein Logistikzentrum mit einem Investitionsvolumen von 45 Millionen Euro, das ist rekordverdächtig.“

Und trotz zahlreicher Infrastruktur- und Investitionsmaßnahmen konnte der Landkreis in den vergangenen zehn Jahren seine Verschuldung um 50 Prozent senken.

Landrat Schermann bewertete die Auszeichnung insgesamt als „ehrenvolle Würdigung der engagierten, konsequenten und erfolgreichen Arbeit von Kreistag und Kreisverwaltung für die Zukunftsgestaltung der Region Göttingen“.

Große Freude gab es auch bei zwei Unternehmen aus der Region:

Trinos und Piller waren die Gewinner des „Großen Preises des Mittelstandes“ in der Region Niedersachsen/Bremen.

Seit 1995 würdigt die Oskar-Patzelt-Stiftung mit ihren Auszeichnungen den unternehmerischen Mittelstand, der in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Oder zeichnet Landkreise, wie den Göttinger, aus.