Klinisches Demenzzentrum an der UMG gegründet

Text von: redaktion

Die Abteilungen Neurologie und Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) behandeln künftig gemeinsam Patienten mit Demenz im Klinischen Demenzzentrum (KDZ). Das internationale Eröffnungssymposium ist am Freitag, 2. November 2012.

Die Bevölkerung wird immer älter. Eine Folge davon ist, dass immer mehr Menschen an Demenz erkranken. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland 1,4 Millionen Menschen, die von der Krankheit betroffen sind. Eine erfolgreiche Behandlung gibt es bisher jedoch nicht.

Um die Forschungen zur Krankheitsursache und Therapie voranzutreiben, haben die Abteilungen Neurologie und Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen das Klinische Demenzzentrum (KDZ) gegründet. Ziel des Zentrums ist es, die Zusammenarbeit der beiden Abteilungen noch mehr zu verstärken und so die Therapiemöglichkeiten weiter zu verbessern.

Das Klinische Demenzzentrum soll Patienten mit dementiellen Erkrankungen eine bestmögliche Versorgung von der ambulanten Betreuung bis zur Wiedereingliederung in den Alltag bieten. Auch für Angehörige sowie niedergelassene Ärzte dient es als Anlaufstelle bei Fragen rund um das Thema Demenz.

In einem Eröffnungssymposium in englischer Sprache referieren Experten aus Spanien, Holland, Großbritannien und Deutschland zu aktuellen Themen aus den verschiedenen Gebieten der Demenzforschung.

Patienten erreichen die Demenzambulanz in der Zeit von 8 bis 16 Uhr für Termine oder Informationen unter Telefon 0551 / 39-6636 oder 39-14258 und per Email.

Die stationäre Betreuung findet auf der interdisziplinären psychiatrisch-neurologischen Station (IPN) statt. Auch hier arbeiten Experten der beiden Abteilungen Neurologie und Psychiatrie und Psychotherapie eng zusammen. Die sofortige interdisziplinäre Diagnostik gewährleistet eine schnelle Diagnosestellung, eine fachübergreifende Therapieeinleitung und die Planung der post-stationären Weiterbehandlung. Außerdem führen die beiden Abteilungen klinische Studien durch, um die Entstehung und die Therapie der Demenz-Erkrankung besser verstehen zu können und weiterzuentwickeln.