Klimaschutzpaket für zuhause

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Text von: redaktion

BAFA, MAP, KfW – das ist tatsächlich kein Ausschnitt aus dem Fanta-4-Klassiker 'MfG', sondern vielmehr der Weg zu massiver finanzieller Förderung beim Heizungstausch. Höhere BAFA-Förderung, höherer KfW-Tilgungszuschuss, höhere Preise für fossile Brennstoffe. 2020 wird das Jahr der effizienten Heizungsanlage. Nie waren die Voraussetzungen besser, eine Wärmepumpe als Heizungsanlage einzusetzen.

Grund 1: Höhere BAFA-Förderung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat die Förderbedingungen im Marktanreizprogramm (MAP) für erneuerbare Energien deutlich verbessert: Wird eine effiziente Wärmepumpe eingebaut – egal, ob im Neubau oder im Bestand – gibt es 35 Prozent der gesamten Kosten als Förderung dazu. Zu den förderfähigen Kosten (maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit) gehören nicht nur die Wärmepumpe nebst Speicher und anderem Zubehör, sondern auch der komplette Einbau-, Installations- und Inbetriebnahmeaufwand. Im Bestand sind sogar 45 Prozent Förderung möglich, wenn ein Ölkessel durch die Wärmepumpe ersetzt wird.

Grund 2: Höherer KfW-Tilgungszuschuss

Gerade im Neubau ist es jetzt noch deutlich attraktiver, besser als das Standardhaus, das in der EnEV gefordert wird, zubauen. Und das ist mit einer Wärmepumpe als Heizsystem relativ einfach zu schaffen. Einerseits erhöht sich die Kreditsumme: Statt bisher 100.000 Euro können nun 120.000 Euro pro Wohneinheit als Kredit in Anspruch genommen werden. Gleichzeitig wurde der Tilgungszuschuss erhöht: Für den KfW-55-Neubau gibt es nun beispielsweise statt bisher 5.000 Euro satte 18.000 pro Wohneinheit.

Grund 3: Höhere Preise für fossile Brennstoffe

Das Klimapaket der Bundesregierung zeigt die Richtung: Fossile Brennstoffe werden eher als gedacht deutlich teurer, Strom wird schneller günstiger. Der nachträglich vereinbarte CO2-Einstiegspreis von 25 statt 10 Euro wird bereits bei seiner Einführung 2021 einen merkbaren Preisanstieg bei Öl und Gas bewirken, die zusätzlichen Einnahmen werden für die Absenkung der EEG-Umlage und damit des Strompreises eingesetzt. In den Folgejahren wird das Heizen mit fossilen Brennstoffen dann stetig teurer. Die überfällige Energiepreisanpassung im Verbund mit einer attraktiven Förderung für den Wechsel sind ideale Voraussetzungen für einen Umstieg von der fossilen Heizung auf eine umweltfreundliche Wärmepumpe!

Ob das geplante Modernisierungs-Vorhaben tatsächlich gefördert wird, erfahren Interessierte in wenigen Sekunden mit dem aktuellen Stiebel Eltron-Förderrechner.

Bei der anschließenden Beantragung der Förderung müssen sich Fachhandwerker und Endkunden um fast nichts kümmern: Stiebel Eltron bietet einen kostenlosen Förderservice an. Der übernimmt die komplette Fördergelder-Recherche und das Ausfüllen der entsprechenden Anträge.

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann war jetzt zu Besuch bei Stiebel Eltron in Holzminden. Neben einem Rundgang durch den Energy Campus – dem Reallabor für die Energiewende in Sachen energetisch vorbildlich bauen – stand der Austausch zu aktuellen energiepolitischen Themen mit der Geschäftsführung auf der Tagesordnung. „Ein aktuelleres Thema als den Klimaschutz und hier den Umgang mit Energie kann es gar nicht geben“, machte der CDU-Politiker gleich zu Beginn des Gesprächs klar. Die Gruppen-Geschäftsführer Nicholas Matten und Kai Schiefelbein stellten kurz das Unternehmen vor und unterstrichen dabei, wie stark das Unternehmen im Bereich der umweltfreundlichen und effizienten Haustechnik aufgestellt ist – mit der Wärmepumpe als Hauptumsatzträger. „Klimaschutz und dafür notwendige Produkte sind längst auch als Geschäftsmodell zu begreifen“, so Althusmann zustimmend.

Matten und Schiefelbein machten klar, wie wichtig für die Industrie eine langzeitorientierte verlässliche politische Marschroute ist: „Forschung und Entwicklung ziehen sich über Jahre, auch Investitionen insbesondere in neue Fertigungen und damit Arbeitsplätze sind in Deutschland langfristige Angelegenheiten. Umso wichtiger ist es, dass die Politik zu ihrem Wort steht und das Klimaschutzprogramm auch konsequent so umgesetzt wird, wie es verabschiedet wurde.“

Bei der Diskussion um die aktuellen und zukünftigen Energiepreise stimmten die Geschäftsführer dem Politiker zu, dass der Strom günstiger werden muss: „Sinnvoll wäre eine komplette Abschaffung der EEG-Umlage und zusätzlich eine Senkung oder noch besser der Wegfall der Stromsteuer.“

Auch in Sachen Wasserstoff herrschte Einigkeit: „Es bedarf dringend einer Priorisierung der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten für aus grünem Strom erzeugten Wasserstoff“, so Schiefelbein: „Zuerst sollte er gespeichert werden, um für flexible Gaskraftwerke zur Stromproduktion in Bedarfszeiten eingesetzt werden zu können, als zweites muss er für Flug-, Schiffs- und Schwerlastverkehr genutzt werden, und als drittes für energieintensive Industrieanwendungen.“