Kleine Wolke am Arbeitsmarkt

Text von: redaktion

Im Juli 2010 waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Göttingen 19.059 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Damit waren 965 bzw. 5,3 Prozent mehr Menschen als im Vormonat auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz.

Damit stieg die Zahl der Menschen, die im Agenturbezirk Göttingen arbeitslos gemeldet sind, erstmals seit Januar wieder an.

Besonders deutlich fiel der saisonbedingte Zuwachs bei den arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren aus. Darüber hinaus endeten viele befristete Arbeitsverträge zum Quartalsende am 30. Juni.

Klaus-D. Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, bewertet die Situation folgendermaßen:

„Die kleine Wolke am Arbeitsmarkt deute ich keineswegs als Vorboten auf ein großes Unwetter. Der Eingang der gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen zeigt, dass viele Betriebe wieder optimistischer in die Zukunft blicken und Personal einstellen.

Dennoch will ich natürlich nicht verschweigen, dass wir weiterhin Betriebe im Bezirk haben, die kurzarbeiten, auch wenn die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer weit unter unseren Spitzenwerten aus dem vergangenen Jahr liegt.“

Insgesamt konnten Arbeitsuchende sich bei der Arbeitsagentur Göttingen im Juli über 1.955 gemeldete Stellen informieren, vor einem Jahr standen demgegenüber lediglich 1.238 ungeförderte Stellen zur Verfügung.

Gefragt sind derzeit besonders Servicekräfte in der Gastronomie, Köche, Kraftfahrer und Sozialarbeiter/-pfleger.

In allen Geschäftsstellenbezirken der Agentur für Arbeit Göttingen stieg die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat an. Der stärkste prozentuale Anstieg war in Duderstadt zu verzeichnen, am niedrigsten fiel der Anstieg im Geschäftsstellenbezirk Osterode aus.

Konkrete Zahlen der Geschäftsstellenbezirke:

  • Duderstadt 6,8 Prozent
  • Hann. Münden 7,0 Prozent
  • Northeim 7,2 Prozent
  • Uslar 7,6 Prozent
  • Hauptagentur Göttingen 8,9 Prozent
  • Einbeck 9 Prozent und
  • Osterode 10,6 Prozent.

Entsprechend der Entwicklung in den Geschäftsstellenbezirken stieg auch die Arbeitslosigkeit in den Landkreisen im Vergleich zum Vormonat an, sank im Vergleich zum Juli 2009 jedoch deutlich:

  • Landkreis Northeim 7,8 Prozent
  • Landkreis Göttingen 7,0 Prozent
  • Landkreis Osterode am Harz 10,5 Prozent

Weiterhin ist die Arbeitsmarktsituation in Südniedersachsen (Agenturbezirk Göttingen) mit einer Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent ungünstiger als im Bundesland Niedersachsen mit einer Quote von 7,6 Prozent.

Nach wie vor liegt die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Göttingen jedoch unter der der niedersächsischen Nachbaragenturen. Dagegen meldet die Agentur für Arbeit Kassel nur eine Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent.