Klasen zum Mitglied im UN-Ausschuss ernannt

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Stephan Klasen, Ph.D., Professor für Entwicklungsökonomik an der Universität Göttingen, ist vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen zum Mitglied im Ausschuss für Entwicklungspolitik ernannt worden. Er ist der einzige Vertreter Deutschlands im Gremium.

Vorgeschlagen wurde er vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon. Seine dreijährige Amtszeit beginnt am 1. Januar 2013.

Der Wirtschafts- und Sozialrat ist eines der sechs Hauptorgane der Vereinten Nationen. Er gilt als das zentrale Organ für wirtschaftliche, soziale und Entwicklungsfragen.

Unter anderem werden in diesem Gremium Maßnahmen zur Hebung des allgemeinen Lebensstandards sowie Lösungsvorschläge für internationale wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche Probleme erarbeitet. Zudem befasst sich der Rat mit der Förderung der Menschenrechte.

Der Ausschuss für Entwicklungspolitik berät den Wirtschafts- und Sozialrat und spricht insbesondere Empfehlungen für die Aufnahme und die Einordnung von Ländern in der Kategorie der am wenigsten entwickelten Länder aus. Daraufhin erhalten diese Länder eine besondere Förderung durch die internationale Staatengemeinschaft.

Stephan Klasen, Jahrgang 1966, lehrt und forscht seit September 2003 an der Universität Göttingen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Messung und Analyse von Armut und Ungleichheit in Entwicklungsländern.

Der Volkswirt ist Koordinator des Göttinger Courant Forschungszentrums „Armut, Ungleichheit und Wachstum in Entwicklungsländern“ sowie einer der Sprecher des Göttinger DFG-Graduiertenkollegs „Globalization and Development“.

Darüber hinaus ist Klasen Mitglied im European Development Network sowie Herausgeber der internationalen Fachzeitschrift „Review of Income and Wealth“.