Klarstellung der UMG in Sachen Transplantation

Text von: redaktion

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) nimmt Stellung zum Artikel im Göttinger Tageblatt “Mauschelei seit 1995“ vom Samstag, 28. Juli 2012. Darin wird über anonyme Hinweise auf Auffälligkeiten des vom Vorstand der UMG frei gestellten Abteilungsdirektors in Bezug auf Leber- und Nierentransplantationen aus den Jahren 1995 bis 1998 berichtet.

Die UMG stellt dazu fest:

1. Entgegen der Darstellung im Göttinger Tageblatt sind an der UMG nicht „zahlreiche Anrufe“ eingegangen, sondern es gab bislang nur einen einzigen Hinweis. Dieser Hinweis stammt von einem ehemaligen Mitarbeiter der UMG und spricht von „Auffälligkeiten“ in früheren Jahren. Weiterführende konkrete Belege wurden nicht benannt. Die UMG nimmt diesen Hinweis dennoch ernst und wird ihn an die Staatsanwaltschaft weitergeben.

2. Das Transplantationsprogramm an der Universitätsmedizin Göttingen war zu keinem Zeitpunkt eingestellt und wird bis heute ohne Unterbrechungen durchgeführt.

3. Die in dem Bericht des Göttinger Tageblattes genannte Zahl von „zeitweise“ über 70 Lebertransplantationen nach dem Jahr 2008 trifft nicht zu. Es hat im Jahr 2009 insgesamt 55, im Jahr 2010 weitere 58 und im Jahr 2011 dann 33 Lebertransplantationen an der UMG gegeben.

4. Die Abteilung Transplantationschirurgie war im Zeitraum von 1994 bis 2002 eine vollkommen eigenständige und eigenverantwortliche Abteilung.

Die UMG lehnt Vorverurteilungen von Personen in der Öffentlichkeit strikt ab und beteiligt sich nicht an weiteren Spekulationen. Die UMG arbeitet eng mit der Staatsanwaltschaft und der Bundesärztekammer zusammen, um die aktuellen Vorwürfe lückenlos aufzuklären und aufzuarbeiten.