Kinderpalliativmedizin erhält 2.500 Euro

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Text von: redaktion

Noch ist das künftige Kinderpalliativzimmer der Universitätsmedizin Göttingen eine Baustelle. Bereits in einem Monat soll das Zimmer zur Betreuung schwerstkranker Kinder und Jugendliche für die Kinderpalliativmedizin fertig sein.

Um das Team der Kinderpalliativmedizin zu unterstützen, haben die Brüder Steffen und Christian Lockemann vom Landgasthaus Lockemann in Herberhausen 2.500 Euro gespendet. Das Geld wird zum Kauf von Möbeln und Einrichtungsgegenständen für das Kinderpalliativzimmer verwendet.

Zusammengekommen ist das Spendengeld bei einem Hoffest des Gasthauses. Anlass des Festes war der Generationswechsel. Die Brüder Lockemann haben das Gasthaus von ihrem Onkel übernommen. Zum Fest hatten sie um Spenden für die Kinderpalliativmedizin statt Geschenken gebeten.

„Mein Bruder und ich haben beide drei gesunde Kinder, dafür sind wir sehr dankbar. Es gibt aber auch Familien, in denen ein Kind schwerstkrank ist und gepflegt werden muss. Mit unserer Spende möchten wir die Kinderpalliativmedizin an der UMG unterstützen und so ein wenig dazu beitragen, dass den Kindern und ihren Eltern der Alltag erleichtert wird“, sagt Christian Lockemann.

„In einem Universitätsklinikum steht die Heilung der Patienten an erster Stelle. Es gibt aber immer noch Krankheiten, wo dies noch nicht gelingt“, sagt Jutta Gärtner, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). „Mit dem neuen Kinderpalliativzimmer haben wir jetzt die Möglichkeit für Kinder und Jugendliche da zu sein, die unheilbar krank sind“, sagt Friedemann Nauck, Direktor der Klinik für Palliativmedizin der UMG.

Das Kinderpalliativzimmer ist das erste seiner Art überhaupt an einem Universitätsklinikum in Deutschland und damit bundesweit ein Unikat. Der Umbau kostet zwischen 130.000 bis 150.000 Euro. Die Kinderpalliativmedizin an der UMG versorgt im ambulanten Bereich acht bis 14 Kinder in einem Umkreis von bis zu 100 Kilometern. Alle Einrichtungsgegenstände für das neue Zimmer, die über den normalen Krankenhausstandard hinausgehen, müssen von der Kinderpalliativmedizin selbst aufgebracht werden.