Kevin Kröninger mit Otto-Hahn-Medaille ausgezeichnet

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Text von: redaktion

Die Max-Planck-Gesellschaft würdigt Forschungsarbeiten des Göttinger Nachwuchswissenschaftlers Kröninger (Foto) in der experimentellen Teilchenphysik mit der Otto-Hahn-Medaille.

Für Forschungen auf dem Gebiet der experimentellen Teilchenphysik hat die Max-Planck-Gesellschaft den Göttinger Wissenschaftler Kevin Kröninger (Foto) mit der Otto-Hahn-Medaille 2007 ausgezeichnet. Gewürdigt werden damit seine Untersuchungen zur Masse der Elementarteilchen Neutrinos, die der junge Forscher, ein Alumnus der Georgia Augusta, am Max-Planck-Institut für Physik in München begonnen hat und seit August vergangenen Jahres an der Universität Göttingen fortsetzt. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis für herausragende Nachwuchswissenschaftler wurde während der Jahreshauptversammlung der Gesellschaft in Dresden vergeben.

Im Rahmen seiner Promotion war Kröninger an der Entwicklung eines Experiments beteiligt, mit dem erstmals der Massewert von Neutrinos gemessen und die Antiteilchen-These überprüft werden könnte. Die in den kommenden Jahren erwarteten Ergebnisse werden unter anderem Konsequenzen für das Verständnis des Mikrokosmos und für die quantitative Analyse von dunkler Materie haben.

Kevin Kröninger (Jahrgang 1978) hat an den Universitäten Göttingen und Bonn sowie im amerikanischen Boston studiert. 2005 wechselte er an das MPI für Physik, es folgte im Juni 2007 die Promotion. In der Arbeitsgruppe von Arnulf Quadt am II. Physikalischen Institut befasst sich Kröninger jetzt mit der Natur des schwersten bekannten Elementarteilchens, des Top-Quarks.