©Alciro Theodoro da Silva
©Alciro Theodoro da Silva
Text von: Marisa Müller

„Wir übernehmen hier direkt Verantwortung, quasi ab dem ersten Tag", sagt Alin Backs mit stolz in ihrer Stimme. In der Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung bei der Zufall logistics group in Göttingen gehe es besonders um eigenständige Leistung – und das zusammen mit netten Kollegen.

„Rückblickend ist dieser Beruf genau das, was ich immer gewollt habe“, sagt Alin heute. Dabei war der Weg für die gebürtige Hann. Mündenerin nicht immer klar: Mit 17 Jahren Abitur. Und dann? „Tja, ich wusste überhaupt nicht, wohin die Reise gehen soll. Das begonnene Geografiestudium war es auf jeden Fall nicht“, erzählt sie. Und so stand ihre Entscheidung damals schnell fest. Bloß raus aus der Uni und rein ins Berufsleben. Ein halbes Jahr und rund 30 Bewerbungen später dann die gute Nachricht: Bewerbungsgespräch bei der Zufall logistics group – ein erfolgreiches Familienunternehmen, zu dessen Kernkompetenzen die Spedition von Gütern auf jede erdenkliche Art und Weise zählt. Ob per Schiff oder mit dem Flugzeug, das Unternehmen befördert (fast) alles. Außerdem gehören Logistik-Dienstleistungen mit zum Portfolio.

„Nach dem Vorstellungsgespräch ging alles ganz schnell. Ich erfuhr, dass ich zu den ausgewählten Azubis des nächsten Jahrgangs gehören sollte“, erzählt Alin. Aktuell organisiert sie den Versand, den Umschlag sowie die Lagerung von Waren in der Seefrachtabteilung. In der Abteilung Luft- und Seefracht – Alins letzte Ausbildungsstation von insgesamt sechs Abteilungen – hat sie verstärkt mit Kunden aus dem Ausland zu tun. Das bedeute unter anderem, verstaubte Fremdsprachenkenntnisse reaktivieren und sich bloß nicht einschüchtern lassen. „Englisch ist hier wirklich wichtig. Und weitere Sprachen schaden selbstverständlich nicht“, sagt die 22-Jährige und versichert: „Aber keine Panik: Schulenglisch und ein Auffrischungskurs – gesponsert vom Arbeitgeber –, dann läuft’s!“

Während sie mit Kunden aus Norwegen, China und Amerika um die ganze Welt mailt, erinnert sich Alin immer wieder gern an ihr Auslandspraktikum zurück. Denn das ist durchaus möglich, wenn Leistung und persönliches Engagement stimmen. Für mehrere Wochen ins Ausland, das nütze dem Azubi, seiner Persönlichkeit  und auf diese Weise auch dem Unternehmen, so Alin. Die Organisation liege allerdings bei den Azubis selbst. „Vier Wochen im französischen Saint Gilles Croix de Vie – das sind Erfahrungen, die mir niemand mehr nehmen kann.“

Ausland, das kann sich Alin auf jeden Fall auch noch einmal vorstellen. Geplant sei noch nichts Konkretes, aber während des Studiums könne ein Auslandssemester sicher nicht schaden. Denn nach ihrer Ausbildung will sie sich doch wieder an die Uni wagen. Dieses Mal mit einem richtigen Plan. Alin wird bei der Zufall logistics group ein duales Studium im Bereich Logistikmanagement anschließen dürfen. Überhaupt sei die Logistikbranche ein toller Wirtschaftszweig zum Arbeiten, erklärt die Berufseinsteigerin abschließend. „Sehr interessant und vielfältig.“

Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

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