Katarina Witt unterstützt 15-jährige Nastja

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Text von: redaktion

Vor fünf Monaten musste dem Mädchen der Arm ab der Schulter, aufgrund eines Zugunfalls in ihrer Heimatstadt Berdjansk im Süden der Ukraine, amputiert werden. In Duderstadt lernt Nastja nun, mit einer Hightech-Prothese umzugehen.

Der Unfall hatte Nastjas Leben von einem Tag auf den anderen verändert. Aber ihren starken Willen nicht. „Sie konnte sich schon als kleines Kind gut durchsetzen“, sagt ihre Mutter Viktoria. Dieser Charakter werde ihr bestimmt beim Training mit dem DynamicArm zu Gute kommen.

Sie muss üben, durch Anspannen eines Brustmuskels und des Trizeps die künstliche Hand zu öffnen und zu schließen. Später wird sie so auch den Ellenbogen steuern. Elektroden auf der Haut registrieren die elektrischen Muskelspannungen und leiten sie als Steuersignale an die Prothese weiter.

„Es ist unterschiedlich, wie lange jemand braucht, um mit dem DynamicArm wieder sicher zu greifen“, erklärt Erik Andres. Er arbeitet als Orthopädietechniker beim Herstellers der Prothese, der Otto Bock HealthCare, und verfolgt nun am Laptop, wie Nastja mit jedem neuen Versuch, genauer dosierte elektrische Signale erzeugt. Kein Zweifel, Nastja wird wieder sicher greifen können und kann es noch kaum glauben: „Ich habe mir nicht vorstellen können, dass es so etwas gibt.“

Die Katarina Witt Stiftung leistet direkte Hilfe und konzentriert sich dabei auf die Mobilität von Kindern mit einer körperlichen Behinderung. „Ich habe in meinem Leben als Sportlerin so viel Glück gehabt, dass ich davon etwas weiter geben möchte an andere“, nennt sie die Beweggründe, zusammen mit ihrer Managerin Elisabeth Gottmann vor drei Jahren die Stiftung aufzubauen.

Fallbezogen werden Kooperationspartner einbezogen. Zum Beispiel ist die Unterstützung von Opfern der Naturkatastrophen in China und Birma eine Zusammenarbeit mit der Otto Bock Stiftung. Die Hilfe für Nastja erfolgt gemeinsam mit BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“.