Jobcenter Landkreis Göttingen und Arbeitgeber ziehen an einem Strang

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Text von: redaktion

Zu einem regionalen Bildungsdialog hatte Landrat Bernhard Reuter Vertreter der Arbeitgeber am 19. Januar 2012 ins Kreishaus eingeladen.

„Wir wollen feststellen, wo welche Arbeitskräfte in der Region benötigt werden. Darauf werden wir die Vermittlung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen abstimmen“, erklärt Reuter. Damit starte der Landkreis eine Vermittlungs-Offensive.

„Langzeitarbeitslose machen wir damit fit und qualifizieren sie für den Bedarf des regionalen Arbeitsmarktes“, sagt Landrat Reuter. Jeder und jede Langzeitarbeitslose habe eine Job-Perspektive verdient.

Der Landkreis ist seit 2005 für die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen zuständig. Dafür stehen ihm 2012 rund 10 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden vom Bund bereitgestellt. Mit dem Geld kauft der Landkreis unter anderem Projekte von Bildungsträgern ein, die die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen vornehmen.

„Wir wollen die Gelder passgenau und wirkungsvoll einsetzen“, sagt Landrat Reuter. Dazu werde der Landkreis sich künftig regelmäßig mit den Arbeitgebern abstimmen. In Zeiten des Fachkräftemangels sei die regionale Wirtschaft auf jede Arbeitskraft angewiesen.

Vertreten waren beim regionalen Bildungsdialog die Arbeitsagentur, die Industrie- und Handelskammer, die Kreishandwerkerschaft, der Arbeitgeberverband Mitte e.V., die Handwerkskammer, die Wirtschaftsförderung Region Göttingen, die Stadt Göttingen, der Measurement Valley e.V., die Gesundheitsregion Göttingen e.V., das Mobilitätscluster, die SüdniedersachsenStiftung und die DEHOGA e.V..

„Das Jobcenter Landkreis Göttingen wird mit den Arbeitgebern an einem Strang ziehen“, bekräftigt Gabriele Bock, Leiterin des Jobcenters, die Ergebnisse des Dialoges.

Vereinbart wurde eine Vorstellung des Jobcenters bei der nächsten Fachkräftekonferenz der Industrie- und Handelskammer am 20. März 2012. Auch der Arbeitsgeberservice des Landkreises und der der Arbeitsagentur sollen noch enger kooperieren.

„Im nächsten Schritt der Vermittlungs-Offensive wird der Landkreis die Bildungsträger einbeziehen“, erklärt Franz Wucherpfennig, Sozialdezernent des Landkreises. Die Bildungsträger bieten Projekte zur Qualifizierung von Arbeitslosen an und werden dafür vom Landkreis beauftragt. Der Dialog mit den Bildungsträgern wird Anfang März stattfinden.

Der Landkreis ist seit 2005 zuständig für die Vermittlung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen (sog. Optionskommune). Als langzeitarbeitslos gelten Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos sind.