Joachim Gauck zu Gast bei Ottobock

© Otto Bock HealthCare GmbH
Text von: redaktion

Wie deutsche Hightech-Produkte weltweit körperliche Mobilität wiederherstellen, stand im Mittelpunkt des Besuchs von Bundespräsident Joachim Gauck bei Ottobock in Duderstadt.

In Begleitung von First Lady Daniela Schadt, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Gattin Rosemarie Kerkow-Weil ließ er sich am Donnerstag, dem 11. April 2013, vom Firmeninhaber Professor Hans Georg Näder das Unternehmen vorstellen und sprach mit Menschen, die medizintechnische Hilfsmittel von Ottobock nutzen.

Den Goldmedaillen-Gewinner Heinrich Popow kannte Gauck bereits von der Verleihung des Silbernen Lorbeerblatts an verdiente Sportler im vergangenen November.

Der oberschenkelamputierte Popow hat mit einer Carbon-Sprintfeder bei den Paralympics 2012 in London das 100m-Finale gewonnen und ist Paralympics-Botschafter von Ottobock.

Seit mehr als 30 Jahren fördert das in 49 Ländern der Welt mit eigenen Tochtergesellschaften vertretene Unternehmen den internationalen Sport.

Die Forschung und Entwicklung von Spitzentechnologie zielt dagegen vorrangig auf die Unabhängigkeit im Alltag.

Da trägt Popow das mikroprozessor-kontrollierte Beinprothesensystem Genium, genau wie Hamed Hajizada. Er ist in Afghanistan als Fünfjähriger auf eine Landmine getreten und demonstrierte dem Bundespräsidenten seine Gangsicherheit mit Prothese beim Treppensteigen und auf der schiefen Ebene.

Was es für ihn als Armamputierten bedeutet, mit der Michelangelo Hand erstmals sieben verschiedene Greifmöglichkeiten einer Prothese nutzen zu können, erklärte Christian Wenzel.

Gauck lernte auch Christin Kosma kennen, die vier Jahre lang auf einen Rollstuhl angewiesen war, ehe das elektronisch gesicherte Orthesensystem C-Brace ihr ermöglichte, trotz ihrer Lähmung im rechten Bein wieder zu gehen.