Jahreshauptversammlung des VC bei Smurfit Kappa

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Text von: redaktion

Am 1. September 2011 war der VerpackungsCluster zu Gast beim Papierhersteller Smurfit Kappa Herzberger Papierfabrik GmbH. Über 30 Unternehmensvertreter nahmen an der Jahreshauptversammlung des Vereins teil.

Vertriebsleiter Rolf Bierwirth führte die Teilnehmer durch den Großbetrieb, der am Nationalpark Harz gelegen ist. Von der Altpapieraufbereitung über speziell gefertigte Maschinen bis hin zum hochwertigen Offsetdruck für Verpackungen bietet das Werk alles, was im Bereich werbender Verpackung nötig und möglich ist. Dabei wird der Umweltschutz bei Smurfit groß geschrieben.

Den fachlichen Teil leitete Clemens von Wendt, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Mitte e.V., mit einigen Grußworten ein. Er zeigte sich erfreut, über die konstruktive und offene Arbeit des Clusters und lobte vor allem das Engagement im Bereich der Aus- und Weiterbildung.

Um das Thema unternehmensnahe Ausbildung ging es auch im Vortrag von Manfred Schmidt von der BBS II in Göttingen. Er stellte das „Neustädter Modell“ vor, bei dem Schüler bereits in der Realschule einen Praxisteil in den regionalen Unternehmen absolvieren. Der Vorteil: Die Schüler können später ihre Ausbildungszeit um ein Jahr verkürzen und die Unternehmen lernen ihre zukünftigen Azubis bereits in der Schule kennen. „Das ist eine sehr gute Möglichkeit für ausbildende Betriebe“, weiß Thomas Wedemeyer, der als Geschäftsführer von ETT Verpackungstechnik bereits mit der BBS II kooperierte.

Im Anschluss daran informierte Friedhelm Nickel, Justiziar der SDI Solidargemeinschaft der Druck- und metallverarbeitenden Industrie e.V., über Haftungsrisiken im produzierenden Bereich. Anhand von Beispielen aus seinem Alltag als Fachanwalt demonstrierte er, wie schnell kleine Verhandlungsfehler für ein Unternehmen Millionenschäden produzieren können. Natürlich gab der Profi auch Tipps, wie Unternehmen solche Fehler vermeiden können.

Wahlen und Beschlüsse

Gerhard Hahn (Vorstandsvorsitzender) und Roland Marx (Geschäftsführer) erstatteten Bericht zum vergangenen Wirtschaftsjahr wie auch zu den Zukunftsaussichten des Vereins und der VerpackungsAkademie. Silvia Manshausen verlas den Bericht der Kassenprüfung und wurde erneut in das Amt der Kassenprüferin gewählt. Sie wird zukünftig von Marco Lamprecht unterstützt, der die Wahl zum zweiten Kassenprüfer annahm.

Für eine lebhafte Diskussion sorgte ein Antrag auf einen Arbeitskreis zur gemeinsamen Investition in Windkraftanlagen. „Allein für unseren Betrieb kostet die EEG-Umlage 250.000 Euro pro Jahr. Und es wird teurer. Warum sollen wir dieses Geld in AKWs investieren, statt etwas für uns selbst und die Umwelt zu tun?“ so Antragsteller Marco Lamprecht.

Der VC wird zum Thema Windkraft einen Arbeitskreis ins Leben rufen. Interessierte Unternehmen anderer Branchen sind herzlich willkommen, sich diesem Arbeitskreis anzuschließen.