Jacob-Henle-Medaille an Experten der Nierenanatomie

© Charité-Universitätsmedizin Berlin
Text von: redaktion

Aus Anlass des 200. Geburtstags des großen Göttinger Anatomen und Nierenexperten Jacob Henle im Jahr 2009 verleiht die Medizinische Fakultät der Universitätsmedizin Göttingen die Medaille an einen ausgewiesenen Nierenanatomen der Neuzeit: Sebastian Bachmann von der Charité Berlin.

Er arbeitet seit vielen Jahren auf jenem Arbeitsgebiet, das Jacob Henle ehemals begründete und gilt als internationaler Experte in der Erforschung von Struktur, Funktion und molekularer Ausstattung des harnbereitenden Tubulussystems der Niere.

Bachmann erhält die Auszeichnung für seine medizinisch bedeutsame Arbeit auf dem Gebiet der funktionellen Anatomie und der Physiologie der Niere.

Die feierliche Verleihung der Jacob-Henle-Medaille findet am Donnerstag, 28. Januar 2010, statt, die Laudatio spricht Gerhard Burckhardt, Studiendekan und Direktor der Abteilung Vegetative Physiologie und Pathophysiologie der Universitätsmedizin Göttingen.

Im Anschluss daran hält Professor Bachmann einen Vortrag zum Thema „Im Geiste des Erfinders: Mechanismen der Henle`schen Schleife für die renale Homöostaseregulation“.

Bachmann ist seit 2004 Direktor des Instituts für Vegetative Anatomie im Zentrum für Anatomie der Charité-Universitätsmedizin Berlin und ist international in der Erforschung des Transport- und Kreislaufsystems der Nieren tätig.

Mit Hilfe der Mikroskopie hat er viel dazu beigetragen, die Funktionen der Nieren zu verstehen.

Seit 2005 Bachmann Sprecher der DFG-Forschergruppe FOR 667 „Epitheliale Mechanismen der renalen Volumenregulation“, deren Aufgabe es ist, Störungsmechanismen im Transportsystem der Niere zu ergründen. Dabei vernetzt er Grundlagenforschung und klinische Forschung.