Internationale PhysikOlympiade im DLR_School_Lab Göttingen

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Text von: redaktion

Deutschlands beste Physik-Talente kommen aus Bayern. Das hat sich beim Auswahlverfahren für die Internationale PhysikOlympiade 2010 vom 23. bis 29. Januar am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen gezeigt.

Insgesamt hatten sich drei Schülerinnen und 47 Schüler im Alter von 15 bis 19 Jahren unter bundesweit mehr als 400 Kandidaten für die Auswahlrunde im DLR Göttingen qualifiziert.

Neben den Klausuren erwarteten die Kandidaten Seminare, Exkursionen und Einblicke in die Forschungsarbeit am DLR Göttingen.

Die Schüler lernten beispielsweise, wie ein Hubschrauber funktioniert, wie man den Auftrieb eines Flugzeuges messen kann, oder sie bauten selbst einen Windkanal.

„So versteht man, wie spannend Physik sein kann“, sagte Dietmar Smyrek, Leiter des DLR-Standortes Göttingen, bei der Abschlussfeier.

Gerd Litfin, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, ermutigte die Schüler zu einem Studium der Physik:

„Physik ist mehr als trockene Formeln und abstrakte Gedankengebäude. Die Physikolympiade ist ein Beispiel dafür.“

Die Zukunft für angehende Physiker sieht Litfin positiv: „Die Nachfrage nach Physikern wird auf absehbare Zeit nicht gesättigt.“

Die Internationale PhysikOlympiade (IPhO) fördert in Physik besonders begabte Schülerinnen und Schüler und bietet ihnen frühzeitig die Möglichkeit, auf nationaler und internationaler Ebene fachliche Kontakte zu knüpfen.

Der jährlich stattfindende bundesweite Auswahlwettbewerb wird vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder und unter finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) koordiniert.

Die 16 Sieger werden vom 6. bis 11. April 2010 im Forschungszentrum Jülich noch einmal gegeneinander antreten. Drei erhielten außerdem ein einwöchiges Praktikum im DLR als Sonderpreis.

Die fünf besten werden Deutschland im Juli auf der 41. Internationalen PhysikOlympiade in Zagreb, Kroatien, vertreten.