Internationale Händel-Festspiele Göttingen 2017 unter dem Motto „Glaube und Zweifel“

©Internationale Haendel-Festspiele Goettingen 2017 PK im Deutschen Theater Goettingen
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Inspiriert vom großen Reformationsjubiläum stehen die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen vom 11. bis zum 28. Mai 2017 unter dem Motto „Glaube und Zweifel“. Am Freitag, dem 27. Januar 2017, stellten der Künstlerische Leiter Laurence Cummings und der Geschäftsführende Intendant Tobias Wolff das vielfältige Festspielprogramm in all seinen Facetten vor. Schirmherr ist erneut der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil.

Mit der Brockes-Passion am 25. Mai, den Oratorien Israel in Egypt (14. Mai) und Luther in Worms (21. Mai) sowie dem Konzert des Ensembles Concerto Romano am 27. Mai mit katholischer Kirchenmusik von Händel und seinen italienischen Zeitgenossen spielt die Kirchenmusik im Programm der Festspiele 2017 eine besondere Rolle. Gleichzeitig stärken die Festspiele mit drei Musiktheaterproduktionen in szenischer bzziehungsweise halbszenischer Aufführung ihr Profil als Niedersachsens einziges Opernfestival. Im Mittelpunkt steht Georg Friedrich Händels Oper Lotario im Deutschen Theater Göttingen in der Regie des im venezolanischen Caracas geborenen Regisseurs Carlos Wagner. Die Aufzeichnung der Premiere am 19. Mai ist bei freiem Eintritt vier Tage später auch als Public Viewing in der Lokhalle zu sehen.

Am Pult steht Laurence Cummings, der bei insgesamt sechs Vorstellungen das FestspielOrchester Göttingen dirigiert. Lucio Cornelio Silla – Dorothee Oberlingers erstes Operndirigat – ist in einer halbszenischen Darbietung mit barocken Kostümen und historischer Gestik am 20. Mai in der Stadthalle Göttingen zu erleben. Für Haydns Orfeo ed Euridice hat das Göttinger Symphonie Orchester eine Star-Besetzung unter anderem mit Simone Kermes eingeladen. Zu der Riege namhafter Stars im diesjährigen Festspielprogramm zählen auch ECHO Klassik-Preisträger Avi Avital und Andreas Staier, Publikumsliebling Dominique Labelle (Galakonzert am 13. Mai) und der Slam-Poet Pierre Jarawan, 2016 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Liebhaber des Dichters Barthold Heinrich Brockes dürfen sich auf das Brockes-Festival im Festival freuen: Neben Händels Vertonung der Brockes-Passion nehmen das Festspiel-Symposium, der Festvortrag von Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma und das Ensemble Continuum in ihrem Nachtkonzert den Hamburger Dichter näher in den Blick. Beim Jugendopernprojekt Beyond Doubt: Lotario setzen sich jugendliche Flüchtlinge sowie Schülerinnen und Schüler aus Göttingen mit der Festspieloper auseinander.

Insgesamt präsentieren die Festspiele etwa 100 Veranstaltungen, davon über 30 Konzerte und Opernvorstellungen mit über 500 Künstlern. Der Gesamtetat liegt bei etwa Zwei Millionen Euro. Der öffentliche Vorverkauf beginnt am 13. Februar 2017.

Bei der Pressekonferenz anwesend waren für die Gesellschafter, Förderer und Kooperationspartner der Festspiele Petra Broistedt (Kulturdezernentin der Stadt Göttingen), Bernhard Reuter (Landrat des Landkreises Göttingen), Detlef Lehmbruck (Referatsleiter Theater und Musik im Ministerium für Wissenschaft und Kultur), Dr. Sabine Schormann (Stiftungsdirektorin Niedersächsische Sparkassenstiftung), Rainer Hald (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen), Lavinia Francke (Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen), Hans-Christian Biallas (Präsident der Klosterkammer Hannover), Erich Sidler (Intendant des Deutschen Theaters Göttingen) und Dr. Uwe Graells (Geschäftsführer und Chefredakteur Göttinger Tageblatt) sowie zahlreiche weitere Gremienvertreter der Festspiel-GmbH, der Göttinger Händel-Gesellschaft e. V. sowie der Stiftung Internationale Händel-Festspiele Göttingen.

Eintrittskarten gibt es unter www.haendel-festspiele.de sowie in Göttingen exklusiv beim GT Ticket-Service, Weender Str. 44, bei der Tourist-Information Göttingen, Markt 9 sowie dem Deutschen Theater Göttingen, Theaterplatz 11.