Internationale Akkreditierung

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Text von: redaktion

Der Bachelor- und der darauf aufbauende Master-Studienschwerpunkt Medizinische Informatik haben als erste Studienschwerpunkte im Fach Medizinische Informatik in Deutschland die internationale Akkreditierung durch die International Medical Informatics Association (IMIA) erhalten.

Der Bachelor-Studienschwerpunkt wird seit dem Wintersemester 2000/2001 von der Abteilung Medizinische Informatik der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) unter der Leitung von Otto Rienhoff, Direktor der Abteilung Medizinische Informatik der UMG, in Kooperation mit dem Institut für Informatik der Universität Göttingen im Rahmen des Bachelor- und Master-Studienganges Angewandte Informatik angeboten.

Der Master-Studienschwerpunkt folgte im Wintersemester 2003/2004.

Seitdem haben rund 30 Studierende ihren Master in Angewandter Informatik mit Schwerpunkt Medizinische Informatik absolviert.

„Die Akkreditierung bestätigt der Ausbildung von Medizin-Informatikerinnen und Medizin-Informatikern an der Universitätsmedizin Göttingen und der Universität Göttingen ein hohes, international anerkanntes Niveau“, sagt Otto Rienhoff. „Die Nachfrage nach Medizin-Informatikern auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist hoch. Um den Bedarf zu decken, muss der Nachwuchs für unseren Studienschwerpunkt zukünftig auch international rekrutiert werden.“

Die feierliche Verleihung der Urkunden durch die IMIA findet im August im Rahmen der MedInfo 2013 in Kopenhagen statt.

Im Juli 2012 wurden beide Studienschwerpunkte vor Ort durch drei international anerkannte Medizin-Informatiker anhand eines umfassenden Kriterienkatalogs evaluiert.

Die Gutachter waren: Arie Hasman (2. Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Education in Health Informatics“ der European Federation of Medical Informatics (EFMI); Vizepräsident der IMIA für den Bereich „Special Affairs“), John Mantas (Vizepräsident EFMI und IMIA für den Raum Europa; Vorsitzender der EFMI Arbeitsgruppe „Education in Health Informatics“) und Edward H. Shortliffe (ehemaliger Präsident und Chief Executive Officer der American Medical Informatics Association).

Im Gesundheitswesen fallen in verschiedenen Bereichen der Patientenversorgung, klinischen Forschung und Verwaltung von Gesundheitsinformationen umfangreiche Daten an. Diese verarbeitet die Medizinische Informatik mit Informationstechnologien (IT) und Nachrichtentechnik.

Ihr Ziel ist es, Informationen aufzubereiten und den Anwendern im Gesundheitswesen in geeigneter Weise zur Verfügung zu stellen.

Der Göttinger Studienschwerpunkt Medizinische Informatik setzt Akzente auf das strategische und operationale IT-Management. Die erfolgreichen Absolventen konzipieren, bewerten und managen komplexe Anwendungslandschaften von Informationstechnologien im klinischen Umfeld, in der Forschung, in Unternehmen oder im öffentlichen Gesundheitswesen.

Sie werden darauf vorbereitet, im Laufe ihres Berufslebens die Rolle eines Chief Information Officers (CIO) zu übernehmen. Der Chief Information Officer verantwortet die IT-Planung eines gesamten Unternehmens.

Der Schwerpunkt „Medizinische Informatik“ ist eingebettet in das Studium der Angewandten Informatik in Göttingen. Dabei ist der Studienschwerpunkt „Medizinische Informatik“ eines von insgesamt acht Anwendungsfächern der Angewandten Informatik, die zur Auswahl stehen.

„Medizinische Informatik“ kombiniert die beiden Blöcke „Medizinische Informatik“ als Fach der Angewandten Informatik und „Gesundheitssystem“ als Anwendungsfach.