Interdisziplinäre Professur

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Text von: redaktion

Der Niederländer Peter van der Veer, Direktor am Göttinger Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, wurde zum Honorarprofessor für Ethnologie und Kultursoziologie an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Göttingen ernannt.

Van der Veer gilt als einer der profiliertesten Kenner des modernen Indien und dessen komplexer Beziehungen zur britischen Kolonialmacht im 19. und 20. Jahrhundert. „Mit Peter van der Veer gewinnt die Sozialwissenschaftliche Fakultät einen international anerkannten und respektierten Kooperationspartner, der die an der Uni Göttingen initiierten Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der religiösen, sprachlichen und ethnischen Vielfalt maßgeblich begleiten und unterstützen wird“, betont die Dekanin der Fakultät, Gabriele Rosenthal.

„Die gleichzeitige Verankerung seiner Honorarprofessur am Institut für Ethnologie und am Institut für Soziologie trägt dem interdisziplinären Charakter dieser Forschung Rechnung“, so Rosenthal weiter.

Peter van der Veer hat an den niederländischen Universitäten Groningen und Utrecht studiert und wurde 1986 im Fach Anthropologie promoviert. An der Freien Universität Amsterdam war er ab 1992 als Professor für Vergleichende Religionswissenschaften und Direktor des „Research Centre Religion and Society“ tätig. Dazu kamen zahlreiche Gastprofessuren in Großbritannien, den USA, Paris und Singapur.

Seit November 2008 ist Peter van der Veer Direktor am Göttinger Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, wo er die Abteilung für religiöse Vielfalt leitet. Sein Forschungsinteresse gilt besonders dem Verhältnis von Religion und Politik.