Insolvenzen 2006 in Europa und Deutschland

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Text von: redaktion

Deutschland und Europa und Niedersachsen: Rückläufige Unternehmensinsolvenzen und kräftige Zuwächse bei den Privatinsolvenzen.

Deutschland und Europa und Niedersachsen: Rückläufige Unternehmensinsolvenzen und kräftige Zuwächse bei den Privatinsolvenzen.

Wie Creditreform mitteilte, ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den EU-Staaten plus Norwegen und der Schweiz das zweite Mal in Folge rückläufig. Um 8,5% sank das Insolvenzaufkommen auf aktuell 141.448 betroffene Unternehmen (Vorjahr: 154.510). Der deutlichste Rückgang der Unternehmensinsolvenzen kommt aus Dänemark. Das Königreich konnte sein Insolvenzaufkommen um 20,4% auf knapp 2.000 Fälle (Vorjahr: 2497) reduzieren.

Es folgt Deutschland mit einem Rückgang der Unternehmenspleiten um 15,1%. Insgesamt 31.300 Unternehmen mussten im vergangenen Jahr den Gang zum Insolvenzgericht antreten – in 2005 waren es noch 36.850. Einen deutlichen Rückgang der Konkurse verzeichnet ebenfalls Norwegen: Um 12% sank der Anteil der von einer Insolvenz betroffenen Unternehmen im Jahresverlauf auf 1.913 Betriebe ab (Vorjahr: 2.175).

Während sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2006 rückläufig entwickelte, nahmen die Privatpersoneninsolvenzen in den betrachteten Ländern Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweden und der Schweiz insgesamt um deutliche 30,7% auf 256.841 betroffene Personen zu. Großbritannien liegt mit einem Anstieg um 47,2 Prozent auf 116.929 Verbraucherinsolvenzen an der Spitze. Auf Platz zwei folgt wiederum Deutschland mit einer Zunahme von 22,1 Prozent, gefolgt von Österreich mit einem Plus von 17,3%.

Für Niedersachsen ergibt sich ein ähnlicher Trend. Während die Unternehmensinsolvenzen von 3290 im Jahre 2005 auf 3080 im Jahre 2006 gesunken sind, konnte bei den Privatinsolvenzen ein Anstieg von 13.490 im Jahre 2005 auf 16.260 im Jahre 2006 ausgemacht werden.