Innovatives Schubschiff ‚Lavara‘ verbessert Transportsituation auf der Oberweser

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Text von: redaktion

Das Unternehmen AHE stellte am 27.05.2014 der Interessengemeinschaft Oberweser und der städtischen Wirtschaftsförderung WWS den neuen Schubverband für die Oberweser vor. Seit Mai steht der neue Schubverband dem Unternehmen AHE Verbundsteine Betonwaren GmbH & Co. KG einsatzbereit in Rinteln zur Verfügung.

Neben einem speziell für den Transport von Schüttgut konzipierten Schubleichter wurde ebenfalls ein neues Schubschiff bei der Komarno-Werft in der Slowakei in Auftrag gegeben. Gerade das neue Schubschiff ‚Lavara‘ ist bestmöglich an die Begebenheiten der Oberweser angepasst und auch hier fest stationiert. Primär ist es für den Einsatz von Kiestransporten eingeplant, doch auch für etwaige Scherguttransporte nutzbar. „Mit einem Tiefgang von 0,87 m ist das Schiff ideal für die ganzjährige Durchführung von Transporten auf der Oberweser geeignet“ unterstreicht Ralf-Jürgen Foellmer, erster Vorsitzender der Interessengemeinschaft Oberweser, „mehr als 1,20 Meter Pegel in Hann. Münden wird langfristig nicht mehr notwendig sein.“

Das Schubschiff ist 17,40 Meter lang und elf Meter breit, mit u.a. einem ausfahrbaren Steuerhaus werden auch alle Binnenschifffahrtsrichtlinien für den Transport großer Schwergüter erfüllt. Durch diese speziellen Anforderungen lässt sich auch die lange Planungs- und Bauzeit von mehr als zwei Jahren erklären.

„Diese langfristige Investition war nur durch die zugesicherte Nutzungsvereinbarung mit regionalen Firmen möglich“, berichtet Sascha Wagener, Geschäftsführer von AHE. Die Unternehmen Richter Maschinenfabrik AG und ALSTOM Power Energy Recover GmbH sind maßgeblich an der Reaktivierung der Oberweser als Binnenschifffahrts-straße beteiligt und planen diese auch zukünftig fest ein. Bei erfolgreicher Umsetzung des Schwergutterminals in Hann. Münden ist auch die Option zum Bau eines weiteren Schubschiffes angesprochen worden. Somit kann zukünftig bei Bedarf ein Pendelverkehr zwischen Hann. Münden und Minden eingeführt werden, damit auch mehrere Transporte in der Woche durchführen werden können.

„Die regionale Wirtschaft reagiert somit auf die geänderten Voraussetzungen zur Durchführung von Transporten auf der Oberweser, um effizient mit dem Wasser der Edertalsperre umzugehen und die Tourismusregion Edersee zu unterstützen.“ erläuterte Rolf Bilstein.