Innovative Kapsel-Endoskopie

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Text von: redaktion

Diese Zukunftstechnologie können Patienten jetzt auch ambulant in Göttingen nutzen. Als erste in der Region bietet die Praxis für Koloproktologie und chirurgische Endoskopie dieses Verfahren der Speiseröhren-, Magen- und Darmuntersuchung an.

Bei einem Kapsel-Endoskop handelt es sich um eine unverdauliche Kunststoffkapsel, die zwei Mini-Kameras enthält. Für den Patienten völlig schmerzfrei bewegt sie sich nach dem Schlucken auf natürlichem Wege durch den Magen-Darm-Trakt bis zur Ausscheidung.

Die Kameras fertigen kontinuierlich Bilder an, welche an einen kleinen, bequem tragbaren Daten-Rekorder gesendet werden. Der ganze Vorgang dauert etwa zwölf Stunden. Außer dem Tragen des Daten-Rekorders hat der Patient dabei keinerlei Einschränkungen und auch die Arbeitsfähigkeit bleibt voll erhalten.

Die Kapsel-Endoskopie bietet Vorteile: Sie ist schmerzlos und nicht-invasiv, das heißt es ist kein Eingriff von außen erforderlich. Außerdem ist die Qualität der Bilder, die simultan Erkenntnisse über Speiseröhre und Dünndarm liefern, sehr gut.

Das Einsatzspektrum ist breit: „Prinzipiell ist sie immer geeignet, wenn wir zur Diagnostik von Speiseröhre, Dünn- oder Dickdarm Bilder benötigen – gleich ob zur Vorsorge, um Tumore zu suchen oder um Blutungsquellen aufzuspüren“, erläutern die beiden Chirurgen Stephan Samel und Michael Mügge.

Sie stellen jedoch klar: „Die Methode der Wahl, um den Verdauungstrakt zu untersuchen, ist nach wie vor die konventionelle Spiegelung mittels eines flexiblen Endoskops. Die Kapsel-Endoskopie ist jedoch eine gute Ergänzung und Alternative.“