Inklusion

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Text von: redaktion

Der Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Göttingen bittet den Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, Rolf-Georg Köhler, Gespräche mit der niedersächsischen Landesregierung aufzunehmen mit dem Ziel, eine Aufnahme der Beiräte für Menschen mit Behinderung als beratende Mitglieder in den kommunalen Schulausschüssen Niedersachsens - insbesondere im Schulausschuss der Stadt Göttingen - zu erwirken.

Derzeit verhindert das niedersächsische Schulgesetz eine Teilnahme der Beiräte für Menschen mit Behinderung an kommunalen Schulausschüssen. ,,Schulpolitik ist einer der zentralen Bausteine zur wirkungsvollen Erreichung der Inklusion und der Durchsetzung der Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung‘‘, so der Vorsitzende des Göttinger Beirats Jonas Morgenroth. Konkret bedarf es einer Ergänzung des Paragraphen 110 des niedersächsischen Schulgesetzes, der es Kommunen ermöglicht, neben den zwingend vorgeschriebenen Mitgliedern des Ausschusses weitere Mitglieder berufen zu können. Die Ergänzung sollte so lauten: „Weitere Mitgliedschaften regelt die ortsansässige Gebietskörperschaft.“, meint Beiratsmitglied Jana Scholler. ,,Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um die Einrichtung einer neuen Oberschule, halten wir es für sehr wichtig, auch Menschen mit Beeinträchtigung an dem gesamten Schulentwicklungsprozess in Göttingen demokratisch zu beteiligen.‘‘

Wir hoffen sehr auf die Unterstützung des Oberbürgermeisters, der Politik und Verwaltung, damit wir uns in Zukunft noch besser für gleichberechtigte Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung in Göttingen und Niedersachsen einsetzen können.