Im Rampenlicht

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Text von: redaktion

Pop meets Classic feiert vom 23. bis zum 25. Mai seinen fünften Geburtstag – ein Blick hinter die Kulissen einer Erfolgsgeschichte.

Pop meets Classic (PMC) – der Name dieser Göttinger Veranstaltung steht für eine Erfolgsgeschichte. Was 2003 mit viel Herzblut begann, hat sich mittlerweile zu einer hoch professionellen Produktion entwickelt, die Jahr für Jahr an die 9.000 Besucher in die Lokhalle zieht.

Michael Thenner (l.), Gesamtleiter von PMC, und Christoph Jess (r.), künstlerischer Leiter (Foto), blicken heute stolz auf das Erreichte zurück. Die Beiden haben 2003 die erste Veranstaltung von Pop meets Classic auf die Beine gestellt. Gerd Goebel (Chefredakteur Blick) und Bernd Hilder (damals Chefredakteur Göttinger Tageblatt) regten an, anlässlich der 1050- Jahr-Feier Göttingens etwas Besonderes stattfinden zu lassen – in der Lokhalle.

Hilmar Beck, Chef des Fachbereichs Kultur bei der Stadt, empfahl Christoph Jess als künstlerischen Leiter. „Die Idee, Künstler aus der Stadt auftreten zu lassen, entwickelten wir zu einem ganz neuen Format“, blickt Jess zurück. Und so kam es, dass mit dem Göttinger Symphonie Orchester (GSO) Künstler aus Göttingen wie Ganz Schön Feist, Seven Up und Soul Cake auf der Bühne standen und miteinander musizierten.

„Wir hatten zunächst Zweifel, ob das Konzept funktionieren würde“, so Jess. Bis zum ersten Kartenverkaufstag hielten sich diese Bedenken. Als dann jedoch nach fünf Tagen sämtliche Karten vergriffen waren, bedeutete das nichts anderes als: Pop meets Classic ist ein Konzept, bei dem sich niemand Gedanken um eine leere Halle zu machen braucht.

Den Erfolg der Veranstaltung erklären Thenner und Jess damit, dass hier Göttinger Musiker für ein Göttinger Publikum musizieren. „Die Zuschauer können auf diese Künstler stolz sein, denn die Show findet auf extrem hohem Niveau statt“, betont der künstlerische Leiter Christoph Jess. Auf die Frage, was sich seit der ersten Ausgabe von Pop meets Classic bis heute verändert hat, antwortet er mit einem lapidaren: „alles“. Man habe zudem eine Menge dazu gelernt. „Wir hatten zum Beispiel wenig Erfahrung mit dem GSO in der Lokhalle“, konstatiert Jess.

Pop meets Classic ist die größte bestuhlte Veranstaltung zwischen Hannover und Frankfurt“, erklärt Thenner. In jedem Jahr wird ein Umsatz von rund 250.000 Euro erzielt. „Dieses Ergebnis reicht, um alle Kosten und die Miete für die Lokhalle zu decken“, so Nicole Klammer, Leiterin des Veranstaltungsmanagements der GWG. „Dank der Unterstützung durch die Sponsoren“, berichtet Thenner, „bleibt eine schwarze Null.“

Seit dem Vorjahr gibt es Pop meets Classic nun auch in Braunschweig. Die Göttinger Organisatoren schätzen die Zusammenarbeit: „Wir können jetzt zum Beispiel Arrangements untereinander austauschen“, erzählt Jess. Andere Städte sollen folgen. Blicken die Macher in die Zukunft, wird deutlich, dass Göttingen auch zukünftig auf Pop meets Classic zählen kann. Nicole Klammer vom Veranstalter GWG verrät: „Die Lokhalle ist bereits einschließlich bis 2010 gebucht.“

5.Pop meets Classic (23.- 25.Mai)

Zum fünften Mal findet das große Musikspektakel statt. Auf der Bühne stehen werden u.a. die Göttinger Stadtkantorei, Ganz Schön Feist, Angelika Campos de Melo, die Comedy Company und Fab4Soul. Wie in jedem Jahr ist natürlich auch das Göttinger Symphonie Orchester dabei.

Text: TANJA UHDE Fotografie: ALCIRO THEODORO DA SILVA, SEBASTIAN MAURITZ