IHK-Fachkräftekonferenz Südniedersachsen in Berlin ausgezeichnet

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Text von: redaktion

Gegen 850 regionale Initiativen durchgesetzt: Die vor zwei Jahren von der IHK Hannover ins Leben gerufene Fachkräftekonferenz Südniedersachsen ist am Montag, dem 8. April 2013, in Berlin als „Innovatives Netzwerk 2013“ ausgezeichnet worden.

Auf dem 2. Innovationstag Fachkräfte für die Region zeichnete Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, am Montag den 8. April die IHK-Fachkräftekonferenz Südniedersachsen in Berlin als ‚Innovatives Netzwerk 2013‘ aus.

Das von der IHK Hannover initiierte Projekt setzte sich mit sieben weiteren Preisträgern gegen 850 regionaleInitiativen in Deutschland durch.

Bei der Übergabe der Auszeichnungen lobte Staatsekretär Hoofe das hohe Engagement und den Ideenreichtum der Akteure bei den gemeinsam entwickelten Maßnahmen zur Fachkräftesicherung in ihren Regionen.

Die Fachkräftekonferenz Südniedersachsen wurde von der IHK Hannover im Frühjahr 2011 gestartet und ist seitdem die Austauschplattform für die Wirtschaft und die Akteure am Arbeitsmarkt in der Region.

„Südniedersachsen muss sich einer demografischen Entwicklung mit erheblichen Bevölkerungsrückgängen in den kommenden Jahren stellen. Mit dieser Initiative wollen wir Impulse geben, um Fachkräfte in die Region zu holen, Fachkräfte in der Region zu qualifizieren und sie dann auch hier in der Region zu halten“, freute sich Horst Schrage, Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover über die heute erfolgte Auszeichnung des Projekts.

Inzwischen hat das Netzwerk rund 350 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung.

Grundlage der Arbeit ist die von der IHK-Geschäftsstelle in Göttingen halbjährlich organisierte Fachkräftekonferenz als Dialog-Plattform für die Partner in der Region, für die Initiierung neuer gemeinsamer Projekte und die Evaluierung bisheriger Maßnahmen.

„Wir freuen uns über die Anerkennung unserer Arbeit in den letzten zwei Jahren. Unser Netzwerk lebt durch die aktive, lösungs-orientierte und umsetzungsstarke Zusammenarbeit aller Akteure in der Region, um drängende Themen hier voranzubringen“, so Martin Rudolph, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Göttingen und Organisator der Fachkräftekonferenz Südniedersachsen.

Rudolph nahm die Auszeichnung in Berlin heute gemeinsam mit der Göttinger Unternehmerin Daniela Ruhstrat und Stefan Schäfer von der Agentur für Arbeit in Göttingen entgegen.

In Südniedersachsen werden aus den IHK-Fachkräftekonferenzen immer wieder neue Projekte und Kooperationen gestartet, um die Fachkräfterekrutierung und -bindung im Wirtschaftsraum zu stärken und auszubauen.

Einige Beispiele

Im Projekt ‚Neustart voraus!‘ helfen Studienberater der Göttinger Hochschulen und die Hochschulteams der Arbeitsagentur Studienabbrechern bei der Suche nach einer Ausbildung in der Region, die ihren Interessen und Möglichkeiten entspricht.

Das seit Februar 2013 laufende Arbeitgebermarketing-Projekt ‚TOPAS – Top-Arbeitgeber in Südniedersachsen‘ unterstützt Unternehmen bei ihrem strategischen Arbeitgeber-Marketing.

Im Rahmen des Pilotprojekts ‚Adelante! Spanische Jugendliche in Ausbildung‘, das die Industrie- und Handelskammer gemeinsam mit der Volkshochschule Göttingen organisiert, absolvieren seit Anfang März 18 junge Basken ein dreimonatiges Praktikum in südniedersächsischen Unternehmen; nach Möglichkeit sollen die jungen Spanier Anfang September zur Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung wieder kommen.

Die nächste Fachkräftekonferenz wird in Göttingen am 24. April 2013 stattfinden.