Ideenentwicklung am PFH-Campus

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Kreative Konzepte treffen auf unternehmerisches Knowhow: Beim 4. 'Ideencampus Südniedersachen', den das ZE Zentrum für Entrepreneurship der PFH Private Hochschule Göttingen ausrichtete mit Unterstützung vom Medienpartner faktor, haben Schülergruppen aus Göttingen, Northeim, Holzminden und Bad Harzburg bewiesen, dass sie mit innovativen Ideen die Zukunft mitgestalten möchten. Bei dem zweitägigen Workshop halfen ihnen erfahrene Coaches und Referenten dabei, aus ihren Visionen tragfähige Konzepte zu entwickeln und diese überzeugend zu präsentieren.

Die teils unternehmerischen und teils sozialen Ideen der Schüler konnten sich sehen lassen: Eine App für den Schulsanitätsdienst, eine elektrische Kinderzahnbürste mit integrierter Zahnpasta, einen Akkuverleih für Elektroautos, ein Urban-Gardening-Konzept, ein Alarmsystem, das Kinder am Swimming-Pool schützt, eine Mindesthaltbarkeits-App für Lebensmittel und eine Mitmach-Lichtshow für Pop- und Rock-Konzerte haben sie erdacht. Insgesamt haben 23 Schüler zwischen 15 und 19 Jahren teilgenommen. Sie teilten sich in sieben Teams auf. Dabei war das Gymnasium Corvinianum Northeim mit zwei Gruppen sowie die BBS 1 Arnoldi-Schule Göttingen, die BBS 1 Northeim, die BBS Holzminden, die IGS Georg-ChristophLichtenberg-Gesamtschule Göttingen und das Werner-von-SiemensGymnasium Bad Harzburg mit jeweils einer Gruppe vertreten.

Besonders auffällig: Mit 17 Teilnehmerinnen waren die weiblichen Teenager deutlich in der Überzahl. „Das macht Hoffnung, denn die deutsche Start-up-Szene wird bislang stark von männlichen Gründern dominiert“, so ZE- und Veranstaltungsleiter Bernhard H. Vollmar. „Außerdem hat uns beeindruckt, wie sehr sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür interessieren und engagieren, ihre Umwelt positiv zu verändern“, so Vollmar weiter. Während des zweitägigen Workshops haben die Schüler Schritt für Schritt gelernt, wie sie ihre Ideen später in die Tat umsetzen könnten. Neben Vollmar und seinem Team gaben ihnen dafür auch Alexandra Vázquez Bea (Lenchen – Der Lebkuchen), Marie Walowsky (Lookfamed) und Marco Böhme (faktor-Magazin) in Vorträgen ihre unternehmerischen Erfahrungen weiter. Marco Böhme zu der Idee des Ideencampus: „Wir möchten junge Menschen ermutigen, unternehmerisch durch ihr eigenes Leben zu gehen.“

Im Finale haben alle Gruppen ihre Projekte in einem Pitch vor der vierköpfigen Jury des Ideencampus präsentiert. Die meisten Schüler-Teams hatten für diesen Zweck extra ein kurzes Erklärvideo mit der Handykamera gedreht. Den 17-jährigen Schülern Adrian Ahäuser und Jona Grundkötter (Werner-von-Siemens-Gymnasium Bad Harzburg) gelang es dabei am besten, ihre innovative Idee in ein schlüssiges Konzept für deren Umsetzung zu betten. Sie möchten mit ‚CrowdLights‘ für Lichtshows in Konzertsälen sorgen, zu denen die Zuschauer aktiv beitragen können. Auf dem zweiten Platz landete das Lebensretter-System ‚Salvador‘ der Schülerinnen Nadine Deppe, Lea Flamm und Albiona Vllasa (BBS 1 Arnoldi-Schule Göttingen). Ihre Idee dreht sich um automatisierte Warnungen an Eltern, deren Kind unbemerkt im Swimming-Pool planscht. Daneben stiegen Aylin Akcam, Katharina Fuchs und Lea Wolf (Corvinianum Northeim) auf das Podium. Ihr Antrieb war es, mit einer neuen App den Schulsanitätsdienst zu optimieren.

„Wir dürfen gespannt sein, von welchen Ideen wir später noch hören werden“, sagte Vollmar nach Veranstaltungsende. Doch entscheidend seien ohnehin nicht die Ideen an sich, sondern die Kompetenzen, die alle Schülerinnen und Schüler beim Ideencampus erworben und in ihren Präsentationen auch eindrucksvoll bewiesen haben.