‚Ich habe Bryan Adams geschreddert‘ mit Special für regionale Firmen im Deutschen Theater

© Thomas Müller für DT
Text von: redaktion

Für Unternehmen in Göttingen und Umgebung bietet das Deutsche Theater bei Erwerb eines Gruppentickets ab zehn Personen Sonderführungen an.

Die Führungen sind für die Vorstellungstage geplant, für den anschließenden Besuch des Stücks erhalten die Gruppen einen Rabatt. Am 12., 17., und 26. März und am 4. April besteht noch die Möglichkeit teilzunehmen. Die ersten drei angemeldeten Gruppen erhalten ein kleines Präsent in Form eines Plakates, das Regisseur Michael Kessler und die Crew signiert haben.

Inhaltlich wirft das Stück „Ich habe Bryan Adams geschreddert“, einen bittersüßen und sarkastischen Blick auf die heutige Lebens- und Arbeitswelt.

Die Figur des Frank Peukert, der stellvertretende Filialleiter eines Unternehmens für Sanitärkeramik, hat sich für seine Mitarbeiter in diesem Jahr etwas ganz besonderes einfallen lassen:

Um den Zusammenhalt in seiner Abteilung zu fördern hat er zu einer Sommersonnenwende-Party eingeladen. Doch die Vorzeichen stehen nicht gut. Zum Entsetzen seiner Kollegen hat er nämlich den eben erst entlassenen Christopher eingeladen. Wie ein Damoklesschwert hängt das potentielle Erscheinen des aus der Gemeinschaft der Arbeitenden ‚Ausgestoßenen‘ über der Feier.

Wenigstens hat ‚Deputy key account manager‘ Paula zur Abwechslung ihren neuen Freund, den Fluglotsen Sascha, mitgebracht. Je länger der Abend dauert und je stärker Alkohol und peinliche Partyspiele ihre enthemmende Wirkung entfalten, desto ungeschminkter löst sich die Illusion der scheinbar heilen Arbeitsgemeinschaft im verbalen Gemetzel der Anwesenden in Wohlgefallen auf.

Einzig Franks Sohn Jannik durchschaut das selbstkompromittierende Treiben der Erwachsenen und prophezeit ihrer Kaste das unweigerlich bevorstehende Aussterben.

Im Stück von Oliver Bukowski haben die Protagonisten – zwischen dem ständigen Zwang zu Selbstoptimierung, Team-Building und Karriereplanung – vergessen, wofür sie eigentlich arbeiten. Mit großer Komik seziert Bukowski die Ängste und Nöte des deutschen Mittelstandes und trifft damit mitten ins Schwarze der Befindlichkeit unserer Zeit.

Nach ‚Die 39 Stufen‘ und ‚Der nackte Wahnsinn‘ inszeniert der aus Film- und Fernsehen bekannte Schauspieler, Autor und Regisseur Michael Kessler zum dritten Mal am DT in Göttingen.

Gemeinsam mit faktor konnten er und die Darsteller für die Recherche einen Blick in einige regionale Unternehmen werfen – Mehr dazu lesen Sie im faktor-Magazin 1/2014, das Ende März erscheint.

Anmeldungen für die Gruppenführungen ab sofort an Christoph Awe:presse@dt-goettingen.de