Humboldt-Preisträger forscht ein Jahr lang an der Universität Göttingen

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Text von: redaktion

Geophysiker Prof. Stein untersucht Erdbeben im Inneren von Kontinenten.

Der US-amerikanische Geophysiker Prof. Dr. Seth Stein von der Northwestern University in Illinois (USA) hat einen Humboldt-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten.

Dieser ermöglicht ihm einen einjährigen Forschungsaufenthalt an der Fakultät für Geowissenschaften und Geographie der Universität Göttingen. Prof. Stein ist einer der weltweit renommiertesten Forscher auf den Gebieten der Seismologie und Geodynamik.

„Jeder Geowissenschaftler kennt die wichtige Rolle, die die Universität Göttingen bei der Begründung der Seismologie und Geophysik gespielt hat“, so Prof. Stein.

Während seines Aufenthalts möchte Prof. Stein seine Forschung über Erdbeben im Inneren von Kontinenten fortsetzen und sie auf Ereignisse der geologischen Vergangenheit ausdehnen. Dabei kann er sich auf die Kenntnisse der Göttinger Kollegen über einen geologischen Umbruch stützen, der Europa vor rund 80 Millionen Jahren erfasste und unter anderem den Harz entstehen ließ.

Prof. Stein wird seinen Aufenthalt auch zu Besuchen und Vorträgen bei weiteren Kollegen und Institutionen in Deutschland und Europa nutzen. Ebenfalls für ein Jahr in Göttingen sein wird seine Frau Prof. Dr. Carol Stein von der University of Illinois at Chicago (USA).

Die Geophysikerin wird am Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen ihre Forschungen zur Tektonik in Kontinenten vorantreiben. Sie ist weltweit bekannt für ihre grundlegenden Arbeiten zur Tiefenlage der Ozeanböden, ebenso wie zur Zirkulation heißen Wassers durch die ozeanischen Platten und Rücken.

Darüber hinaus forscht und lehrt sie über Strukturgeologie und die regionale Geologie Nordamerikas.