Hospiz-Forum

Text von: redaktion

Terminale Sedierung – letzte Behandlungsoption oder Einstieg in die aktive Sterbehilfe? Das ist das Thema des nächsten Hospiz-Forums am Mittwoch, 14. Oktober 2009, im Hospiz an der Lutter. Als Gast spricht Alfred Simon, Geschäftsführer der Göttinger Akademie für Ethik in der Medizin.

Belastende Symptome in der Sterbephase können bei den meisten Patienten durch palliativmedizinische Maßnahmen auf ein erträgliches Maß reduziert werden.

Dennoch verbleibt ein Patientenanteil, bei dem auch unter Berücksichtigung physischer, psychischer, sozialer und spiritueller Bedürfnisse kein erträglicher Zustand erreicht werden kann.

In diesen Extremfällen können Medikamente mit sedierenden Eigenschaften gegeben werden. Werden diese Medikamente ohne zeitliche Beschränkung bis zum Tod des Patienten eingesetzt, so spricht man auch von „terminaler Sedierung“.

Während viele, insbesondere in der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen tätige Ärzte und Pflegende, die „terminale Sedierung“ als letzte Behandlungsoption befürworten, sehen andere in ihr den Einstieg in die aktive Sterbehilfe.

Privatdozent Alfred Simon, Mitglied der Arbeitsgruppe „Ethik“ der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, wird – ausgehend von einem konkreten Patientenschicksal – die ethische Problematik aufzeigen und die ethisch-rechtlichen Kriterien benennen, die bei der Entscheidung zu dieser Behandlungsoption zu beachten sind.

Das Forum am Mittwoch, 14. Oktober 2010, findet von 20 bis 21.30 Uhr im Hospiz an der Lutter im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende, Haus 3 Erdgeschoss, An der Lutter 26 in Göttingen statt. Der Eintritt ist frei.