Honigbienen im Visier

© KWS SAAT AG
Text von: redaktion

Über 90 Imker, Wissenschaftler und überregionale Fachleute trafen sich bei der KWS SAAT AG in Einbeck und diskutierten über aktuelle Ergebnisse der Biosicherheitsforschung und mögliche Auswirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen auf Bienen und Honig sowie rechtliche Aspekte in diesem Bereich.

Eine Vielzahl von Forschern beschäftigt sich immer wieder mit möglichen Auswirkungen gentechnisch veränderter Nutzpflanzen auf Bienen. Auf der anderen Seite haben die Imker ganz viele Fragen genau zu diesem Thema.

„Deshalb ist es unser Anliegen, eine Diskussionsplattform bei KWS zu schaffen, auf der die Ergebnisse dieser Untersuchungen sowie rechtliche Aspekte rund um das Thema Honig, Kennzeichnung oder Abstandsregelungen vorgestellt und diskutiert werden können,“ erläuterte Henning von der Ohe, Leiter der Unternehmensentwicklung und Kommunikation der KWS SAAT AG.

Elisabeth Schulte von der Redaktion biosicherheit.de, dem Informationsportal zur biologischen Sicherheitsforschung des Bundesministerium für Bildung und Forschung, berief sich auf zahlreiche unabhängige Forschungsarbeiten und stellte fest: „Die Wahrscheinlichkeit von nachteiligen Effekten auf Honigbienen ist sehr gering und im Vergleich zum konventionellen Anbau in keinem Fall größer.“

Stephan Härtel vom Zentrum für Ökologie und Umweltforschung der Universität Bayreuth erläuterte einen konkreten Versuch der Biosicherheitsforschung. Ob gentechnisch veränderter Mais Auswirkungen auf Honigbienen hat, werden die abschließenden Ergebnisse 2011 zeigen.

Klaus-Dieter Jany von der Wadi Inernational University Syrien, informierte schließlich über gesetzliche Regelungen im Zusammenhang mit Gentechnik, Bienen und Honig.

„Die komplizierte rechtliche Materie und unklaren Regelungen in Bezug auf Grüne Gentechnik und Honig führen verständlicherweise zu erheblichen Irritationen bei Imkern“, stellte Jany fest. Insofern seien die Politik und die Rechtssprechung hier dringend gefordert, für mehr Rechtssicherheit zu sorgen.

In einer lebhaften Diskussion unter den 90 Imkern, Vertretern aus Wissenschaft, Bundes- und Landesbehörden sowie überregionalen Verbänden wurde deutlich, dass weiterhin vor allem auf der politischen und rechtlichen Ebene großer Handlungsbedarf besteht.

Seitens KWS wurde zugesichert, sich in der öffentlichen Diskussion in dieser Hinsicht auch weiterhin für die Belange der Imker einzusetzen und auch in Zukunft Foren zu schaffen, in denen für Transparenz über aktuelle Entwicklungen in für Imker wichtigen Fragestellungen gesorgt werden kann.

Der Vorsitzende der Kreisimkerverbandes Northeim, Hans-Otto Angerstein, dankte der KWS abschließend für die Durchführung dieser Veranstaltung und brachte zum Ausdruck, dass aus seiner Sicht die KWS ausgesprochen verantwortungsvoll mit der Grünen Gentechnik und den damit zusammenhängenden Fragen umgehe.