Holger Wulschner gewinnt Goldene Peitsche

Text von: redaktion

Der Deutsche sicherte sich nach 2006 zum zweiten Mal den Sieg beim Hardenberg Burgturnier. Im Stechen setzte er sich souverän gegen sieben weitere Konkurrenten mit einer fehlerfreien Leistung durch.

„Dieser zweite Sieg bedeutet mir noch mehr als mein erster“, sagte Holger Wulschner nach seiner fulminanten Vorstellung mit Starpferd Clausen und strahlte über das ganze Gesicht. 2006 hatte er sich mit seinem Holsteiner Wallach bereits schon einmal an der Spitze im Großen Preis postiert und dafür die Goldene Peitsche in Empfang nehmen können. „Aber vor zwei Jahren waren nur drei Starter im Stechen und ich habe mit einem vier Fehler-Ritt gewonnen. Diesmal hatten sich acht Reiter für den finalen Höhepunkt am Fuße der Burgruine empfohlen. Die von Frank Rothenberger gebaute Aufgabe hatte es in sich: Olympia-Kandidat Christian Ahlmann scheiterte, ebenso wie Nationenpreisreiter Denis Lynch aus Irland. Einzig Jamal Rahimov aus Aserbaidschan blieb erstmal fehlerlos – bis Holger Wulschner kam. Schneller schaffte es keiner mehr über die Hindernisse.

Nun müsste der 44-Jährige die Goldene Peitsche nur noch einmal gewinnen, dann ginge der wertvolle Preis ganz in seinen Besitz über – das schaffte in der über 50-jährigen Turniergeschichte nur Hans Günter Winkler.

Auf den Plätzen zwei und drei folgten die frisch in den Olympiakader berufenen Carsten-Otto Nagel und Alois Pollmann-Schweckhorst. Für die zwei Reiter steht nun der CHIO in Aachen an, „und nach dem Großen Preis am Sonntag, der zu den schwierigsten der Welt zählt, werden wir wissen, wo wir im Kader stehen“, so Pollmann-Schweckhorst.

Der Olympiasieger von 2004, Rodrigo Pessoa erreichte den vierten Platz. Alle vier Springstars sind nun für das Finale der JAB ANSTOETZ Masters League qualifiziert.

Turniermitveranstalter Kaspar Funke zog am Ende eine positive Bilanz: „Wir hatten an allen Tagen circa 35.000 Zuschauer hier, einen sehr harmonischen und stimmungsvollen Verlauf und durften großen Sport sehen.“