Hochschuldidaktik feiert zweijähriges Bestehen

Text von: redaktion

Das Projekt zur Förderung und Weiterqualifizierung in der Lehre an der Universität Göttingen feiert im September sein zweijähriges Bestehen. Die Nachfrage unter den Lehrenden ist groß, Anmeldungen für das Programm der Hochschuldidaktik sind jederzeit möglich.

Motivierte Studierende, gut besuchte Vorlesungen, aktive und engagierte Seminarteilnehmer – ob eine Lehrveranstaltung gelingt, hängt nicht zuletzt von einem stimmigen Konzept, einer großen Methodenvielfalt und einer guten Präsentation ab.

An der Universität Göttingen können sich Interessierte daher rund um das Thema Lehre aktiv weiterbilden. Das vielfältige Workshopangebot der Hochschuldidaktik Göttingen richtet sich an Lehrende, die ihre Seminare oder Vorlesungen in didaktischer Hinsicht weiter verbessern möchten.

Außerdem haben Nachwuchswissenschaftler durch ein spezielles Zertifikatsprogramm die Möglichkeit, sich bei ihrem Einstieg in die Hochschullehre systematisch begleiten zu lassen.

Ergänzt wird das Programm durch individuelle Angebote wie zum Beispiel Einzelcoachings, videogestützte Lehrhospitation oder maßgeschneiderte Workshops.

Bereits vier Semester nach dem Start der Hochschuldidaktik Göttingen nehmen Lehrende aus allen 13 Fakultäten am Zertifikatsprogamm teil. Aber auch die offenen Workshopangebote, von „Methoden der Kleingruppenarbeit“ bis „Mündlich prüfen“, werden sehr gut angenommen.

Inzwischen stehen dafür pro Semester über 200 Plätze zur Verfügung.

Ein großer Erfolg, findet Christine Bäumler, Leiterin der Hochschuldidaktik: „Wir sind stolz, gemeinsam mit unseren Vortragenden ein interdisziplinäres Programm anbieten zu können, das Lehrenden das Rüstzeug gibt, Motivation, Engagement und nachhaltiges Lernen bei den Studierenden zu fördern.“

Auch die Teilnehmer sind mit dem Angebot der Hochschuldidaktik zufrieden: „Die Inhalte der Kurse und die Anwendbarkeit der vielfältigen Methoden gingen weit über das von mir Erwartete hinaus. Das Programm war super strukturiert und deckte alle mir wichtigen Inhalte auf hohem Niveau ab“, schildert beispielsweise eine Lehrende aus der Biologischen Fakultät ihre Erfahrungen.

Die Hochschuldidaktik versteht sich dabei auch als Laboratorium für neue Lehrmethoden. „Das erworbene Wissen ist ein wichtiges Werkzeug für die Konzeption und Erprobung neuer Lehransätze“, so Bäumler.

Darüber hinaus ist die Hochschuldidaktik als Teil der Stabsstelle Lehrentwicklung und Lehrqualität auch unmittelbar an der Qualitätssicherung und -förderung der universitären Lehrangebote beteiligt.

„Mit der Entwicklung, Durchführung und Vermittlung von hochschuldidaktischen Angeboten haben wir die Möglichkeit, die Lehrenden bei der Qualitätsentwicklung in der Lehre aktiv zu unterstützen“, erläutert Ulrich Löffler, Leiter der Stabsstelle Lehrentwicklung und Lehrqualität.

Die Hochschuldidaktik finanziert sich zu großen Teilen aus zentralen Studiengebühren. Wofür die Mittel aus Studiengebühren verwendet werden, können die Studierenden mitbestimmen. Deshalb: „Ein großes Lob den Studierenden und ihren Vertretern, die der Weiterqualifizierung ihrer Lehrenden einen so wesentlichen Stellenwert einräumen und damit die Entwicklung der Lehre unterstützen“, so Bäumler.

Das komplette Programm der Hochschuldidaktik für das kommende Wintersemester 2010/2011 ist im Internet zu finden. Anmeldungen sind jederzeit möglich. Die ersten Veranstaltungen beginnen bereits im September.