Hoch hinaus für die Sonnenforschung

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Text von: redaktion

Zum 69. Erich-Regener-Vortrag lädt das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Katlenburg-Lindau am Dienstag, den 16. März 2010 ein. Achim Gandorfer vom MPS berichtet über das ballongetragene Observatorium SUNRISE.

Am 8. Juni 2009 startete das Sonnenobservatorium SUNRISE zu seiner ungewöhnlichen Reise mit einem riesigen Heliumballon von Skandinavien nach Kanada.

In einer Flughöhe von mehr als 37 km über dem Erdboden konnte das größte Sonnenteleskop, das sich je dem störenden Einfluss der Erdatmosphäre entzogen hat, die Sonne mit bisher unerreichter Detailgenauigkeit unter die Lupe nehmen.

Fast sechs Tage lang hatte SUNRISE unser Zentralgestirn im Visier, ununterbrochen, dank der Mitternachtssonne entlang der arktischen Flugroute.

Von den gewonnenen Daten erhoffen sich die Forscher klärende Einblicke in die physikalischen Ursachen der Sonnenaktivität, und damit auch in die Zusammenhänge zwischen Sonnenaktivität und Erdklima.

In diesem Vortrag soll nicht nur die Wissenschaft hinter SUNRISE dargestellt werden, sondern den Zuhörern auch ein spannender Einblick in den Ablauf einer besonderen Forschungsexpedition zwischen Himmel und Erde gegeben werden.

Achim Gandorfer arbeitet seit 2003 als Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau, wo er sich mit der Entwicklung von Instrumenten zur Erforschung des Sonnenmagnetfeldes befasst.