Hilfe für San Myo

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Text von: redaktion

Der zwölfjährige San Myo aus Myanmar erhält eine Beinprothese von Ottobock. Die Finanzierung der Prothese übernimmt die 1987 von Max Näder gegründete, firmenunabhängige Otto Bock Stiftung.

San Myo aus Myanmar ist ein aufgeweckter, fröhlicher Junge. Dem Zwölfjährigen fehlt von Geburt an der linke Unterschenkel, doch das hindert ihn nicht daran, mit seinen Freunden Fußball zu spielen.

Um ihm das Gehen zu erleichtern, hat ihm sein Vater eine Behelfsprothese aus einem alten Abflussrohr gebastelt. Nun hat San Myo bei Ottobock in Duderstadt eine optimal auf seine Bedürfnisse und Lebensbedingungen anpasste Beinprothese erhalten.

Die Kosten für die Versorgung trägt die Otto Bock Stiftung.

Zu Hause ist San Myo in einem Dorf am Ufer des Flusses Irrawaddy. Die Region im ehemaligen Burma wurde 2008 von einem Zyklon verwüstet, der mehr als 100.000 Menschen das Leben kostete. Die Familie von San Myo hat bei der Naturkatastrophe all ihr Hab und Gut verloren und lebt noch immer in großer Armut.

Frank Franke, Präsident der Organisation „Luftfahrt ohne Grenzen“, hat San Myo 2011 bei einer Hilfslieferung kennen gelernt. Über den Göttinger Bundestagsabgeordneten Hartwig Fischer, selbst Mitglied bei „Luftfahrt ohne Grenzen“, stellte Franke den Kontakt zur Otto Bock Stiftung her und organisierte die Reise des Jungen nach Deutschland.

Im Komptenz-Zentrum von Ottobock in Duderstadt kümmerte sich ein Technikerteam um Norbert Jakobi und Marlen Sippel um die Versorgung von San Myo.

Schon nach wenigen Tagen erhielt der Junge seine endgültige Prothese, mit der er nach einem intensiven Gehtraining inzwischen problemlos laufen kann. Das Abflussrohr wanderte in den Müll und stattdessen trägt San Myo jetzt ein Paar neue Sandalen.

Während der rund dreiwöchigen Versorgung war der Junge bei der Familie Diedrich in Westerode unentgeltlich untergebracht, die selbst vier Kinder hat und einen Garten- und Gemüsebetrieb führt. Die beiden Töchter zogen gemeinsam in ein Zimmer, damit der Junge während seines Aufenthaltes ein eigenes Reich bekam.

Obwohl für ihn im Alltag anfangs vieles fremd war, hat er sich schnell eingelebt und gut in die Familie integriert.