Hilfe für Japan zeigt Ergebnisse

Text von: redaktion

Die Hilfsaktion “Die Region Göttingen hilft Japan direkt“ hat seit Anfang April schon rund 57.000 Euro an Spenden eingebracht. Weitere Aktionen sind geplant.

An der Aktion sind mehr als 30 Kooperationspartner in Südniedersachsen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Sport sowie die Stadt Göttingen beteiligt. Das Geld kommt japanischen Studierenden und jungen Wissenschaftlern zugute, die von der Katastrophe Mitte März 2011 in Japan betroffen sind.

Beim Solidaritätskonzert des Göttinger Symphonie Orchesters mit dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Göttingen und der Stadtkantorei Göttingen in der Johanniskirche betrug der Erlös rund 10.000 Euro.

Das Studentenwerk Göttingen hat eine Woche lang in der Zentralmensa japanisches Essen angeboten und seitdem an allen Kassen Spendenboxen aufgestellt: Bislang kamen auf diese Weise 9.600 Euro zusammen.

Die Sparkasse Göttingen, KWS Saat AG, Mahr GmbH, THIMM Verpackung GmbH & Co. KG und Novelis Deutschland sowie die Stadt Göttingen haben zusammen mehr als 20.000 Euro gespendet.

Spenden aus der Bevölkerung brachten einen Ertrag von fast 14.000 Euro ein. Die Studierendenvereinigung „For Japan“ hat in der Göttinger Innenstadt knapp 3.300 Euro an Spenden eingeworben. Und die Klasse 10a der Voigt-Realschule in Göttingen hat bei einer Kuchenverkaufsaktion einen dreistelligen Betrag eingenommen.

Beim Charity Dinner im Restaurant Bullerjahn stand am 13. April 2011 ein Drei-Gänge-Menü auf der Speisekarte. „An diesem Abend haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ihr Gehalt verzichtet. Sämtliche Einnahmen aus dem Kartenverkauf fließen in die Hilfsaktion“, so Geschäftsführer Olaf Feuerstein.

„Das Restaurant Bullerjahn ist ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt, und wir haben hier häufig und sehr gerne Gäste aus Japan. Daher freuen wir uns besonders, die Hilfsaktion mit einem eigenen Beitrag unterstützen zu können.“

Die BG Göttingen empfing am selben Abend in der Beko-Basketball-Bundesliga die Mannschaft von Alba Berlin, das erfolgreich gewonnen werden konnte. Während des Spiels versteigerte die BG ihre Europapokal-Trikots mit dem Schriftzug „University of Göttingen“.

Darüber hinaus hat die BG besondere T-Shirts mit dem japanischen Schriftzeichen für „Hilfe“ anfertigen lassen. Diese werden seit Anfang April bei allen Heimspielen verkauft. Sämtliche Einnahmen aus der Versteigerung und dem T-Shirt-Verkauf fließen ebenfalls in die Spendenaktion.

Weitere Aktionen

Seine Unterstützung hat auch der japanische Butoh-Tänzer Tadashi Endo zugesichert, der seit 40 Jahren in Göttingen lebt. Er wird am Sonnabend, 11. Juni 2011, mit seinem aktuellen Soloprogramm „IKIRU – hommage à Pina Bausch“ im Deutschen Theater auftreten.

Außerdem sammeln Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Göttingen im Kollegenkreis Geld für die Betroffenen in Japan. Die Aktion ist aus Privater Initiative entstanden.

„Wir hoffen, dass durch diese und weitere Aktionen noch beträchtliche Spendengelder eingehen, damit wir auch möglichst vielen jungen Menschen helfen können“, so die Vizepräsidentin der Universität Göttingen Hiltraud Casper-Hehne.

Die gesamte Hilfe wird gezielt über den Verein „Georgia Augusta International e.V.“ organisiert. Der Verein trägt dafür Sorge, dass alle Spenden direkt den Betroffenen zu Gute kommen.

Spenden können unter dem Stichwort „Direkthilfe Japan“ auch auf ein Spendenkonto bei der Sparkasse Göttingen eingezahlt werden, Kontonummer 15 1000 19, Bankleitzahl 260 500 01.

Weitere Informationen finden sie auf der Webseite der Uni-Göttingen.