Herzzentrum der UMG koordiniert Studie

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Text von: redaktion

Körperliches Training kann Menschen mit diastolischer Herzinsuffizienz besonders helfen. Jetzt fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) über drei Jahre lang eine größere europaweite Studie mit 1,9 Millionen Euro, die vom Herzzentrum an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) koordiniert wird.

Gezieltes Kraft- und Ausdauertraining verbessert die Herzfunktion und erhöht damit wieder die Belastbarkeit und die Lebensqualität der Menschen mit dieser speziellen Herzmuskelschwäche.

Dies konnten Forscher am Herzzentrum der UMG bisher in einer Pilotstudie mit wenigen Patienten untersuchen.

An der vom DFG geförderten Studie nehmen jetzt 23 Zentren in Deutschland und Österreich teil. Die Leitung der Studie haben Frank Edelmann und als Gastprofessor von der Medizinischen Universität Graz, Burkert Pieske, beide Abteilung Kardiologie und Pneumologie am Herzzentrum.

Die enge Kooperation von kardiologischen und sportmedizinischen Zentren gehört dabei zum Konzept der Studie. Martin Halle vom Zentrum für Prävention und Sportmedizin an der Technischen Universität München obliegt die sportmedizinische Leitung.

Nach einem speziell ausgearbeiteten Übungsplan trainieren die an der neuen Studie teilnehmenden Patienten über ein Jahr lang.

„Wir untersuchen, ob durch langfristiges und gezieltes Kraft-Ausdauertraining die diastolische Herzinsuffizienz erfolgreicher zu behandeln ist als durch die bisher angewandten medikamentösen Therapien“, sagt Frank Edelmann.

Die von der DFG-geförderte Studie „Ex-DHF“ („Exercise Training in Diastolic Heart Failure“) ist die größte, jemals in Deutschland durchgeführte randomisierte und prospektive Trainingsstudie zur Herzinsuffizienz. Sie baut auf den Erfahrungen aus der Göttinger Pilotstudie „Ex-DHF-P“ auf.