Herzforschungszentrum Göttingen gegründet

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Text von: redaktion

Das Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen bündelt zusammen mit den Max-Planck-Instituten und dem Deutschen Primatenzentrum seine Expertise in der Herzforschung im “Heart Research Center Göttingen“.

Das neue Herzforschungszentrum Göttingen macht es sich zur Aufgabe, die Mechanismen zu untersuchen, die Herzerkrankungen auslösen und zu Verschlechterung führen. Auf der Grundlage dieser Forschung sollen neue Diagnose- und Behandlungsverfahren zur Verbesserung der Patientenversorgung entwickelt werden.

Der Vorsitzende des HRCG, Gerd Hasenfuß, Direktor der Abteilung Kardiologie und Pneumologie am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen, beschreibt den zentralen Auftrag des HRCG so: „Am Herzforschungszentrum Göttingen führen wir translationale Medizin durch. Das heißt, dass wir nach Lösungen an der Schnittstelle zwischen vorklinischer Grundlagenforschung und klinischer Entwicklung suchen. Die Probleme identifizieren wir in der Klinik am Patienten und in den Laboren der Wissenschaftler erarbeiten wir dann die Lösungen. Die Ergebnisse sollen den Patienten wieder zugute kommen“.

Im Vordergrund stehen Forschungsarbeiten zur Herzinsuffizienz. Denn Herzschwäche ist mit zwei bis drei Millionen betroffenen Patienten in Deutschland eine der häufigsten Erkrankungen. Sie führt zu Luftnot, eingeschränkter Belastbarkeit und einer verringerten Lebenserwartung.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Behandlung von Herz-Rhythmusstörungen. Sie können gehäuft bei der Herzinsuffizienz, aber auch ganz unabhängig davon, vorkommen. Bei den Herz-Rhythmusstörungen sollen die krankmachenden Mechanismen erkannt und neue Behandlungsverfahren entwickelt werden. So wird es für die Forscher im HRCG ein Thema sein, neue Verfahren zur Behandlung lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen zu entwickeln.

Im Heart Research Center Göttingen (HRCG) sind Grundlagenwissenschaftler und klinische Forscher gleichermaßen vertreten. Dabei kooperieren das Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen, das Max-Planck-Institut (MPI) für Experimentelle Medizin, das MPI für biophysikalische Chemie, das MPI für Dynamik und Selbstorganisation sowie das Deutsche Primatenzentrum (DPZ).