Herzdruckmassage im Takt der Bee-Gees

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Text von: redaktion

Die vierte Klasse der Hölty-Schule Göttingen besuchte das Lehr- und Simulationszentrum der Klinik für Anästhesiologie im Universitätsklinikum Göttingen. Die Schüler lernten Erste-Hilfe-Maßnahmen für den Notfall.

Erste Hilfe ist kinderleicht. Wenn man weiß, was zu tun ist. Um zu lernen, wie man sich im Notfall verhält, haben 21 Schüler der Klasse 4a der Hölty-Schule in Göttingen im Lehr- und Simulationszentrum des Zentrums Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) einen Erste-Hilfe-Tag absolviert. Auf dem Tages-Programm standen Vorträge zum Thema Herzkreislaufstillstand und zum Verhalten im Notfall. In praktischen Übungen haben die Grundschüler gelernt, wie man mit einem Defibrillator umgeht und Wundverbände anlegt. Außerdem haben sie an Simulationspuppen die Herzdruckmassage und die Mund-zu-Mund-Beatmung geübt. „Das macht Spaß“, sagt Aristid. „Es ist gar nicht so schwer zu helfen.“

Im Notfall hilft die einfache Formel „Prüfen, Rufen, Drücken“ der Aktion „ein Leben retten“ (www.einlebenretten.de), um einen klaren Kopf zu bewahren. Die Aktion wird gemeinsam organisiert vom Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V., der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. und der Stiftung Deutsche Anästhesiologie.

„Zuerst prüft man, ob der Hilfsbedürftige ansprechbar ist und noch atmet. Wenn nicht, ist sofort der Notruf zu verständigen. Wenn man das getan hat, fängt man mit der Herzdruckmassage an. Um im richtigen Takt zu bleiben, hilft es, sich den Song ‚staying alive‛ von den Bee-Gees vorzustellen. Das Lied mit 100 Schlägen pro Minute ist genau richtig, um eine korrekte Herzdruckmassage durchzuführen und so den Blutfluss im Kreislauf aufrecht zu erhalten, bis professionelle Hilfe eintrifft“, sagt Stefan Röde, Fachkrankenpfleger für Anästhesie-/Intensivpflege und Mitglied im Team des Lehr- und Simulationszentrums der UMG.

An immer mehr öffentlichen Plätzen und Orten gibt es automatisierte externe Defibrillatoren (AED). Mit diesen Geräten können auch Laien im Falle eines Herzkreislaufstillstandes eine Defibrillation durchführen. Auch wie man diese Geräte richtig benutzt, haben die Schüler gelernt. „Alle waren den ganzen Tag sehr aufmerksam. Es freut mich, dass meine Schüler so viel Spaß bei einem so wichtigem Thema wie Erste Hilfe haben. Nach dem Kurs haben sie genügend Rüstzeug an der Hand, um im Ernstfall zu helfen“, sagt Katrin Palmer, Lehrerin der Klasse 4a der Hölty-Schule.