Herr der Sterne

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: Sebastian König, redaktion

Gerhard Starke, Leiter Personal und Sozialwesen und verantwortlich für den Fuhrpark bei Stiebel Eltron in Holzminden, testet die neue C-Klasse von Mercedes-Benz.

Mich interessieren vor allem die neuen Features“, sagt Gerhard Starke. Ein ganzes Wochenende hat der Prokurist von Stiebel Eltron in Holzminden das neue CKlasse T-Modell von Mercedes-Benz bereits vor der gemeinsamen Testfahrt getestet. Warum es ihm dabei hauptsächlich auf die Neuheiten ankommt, erklärt er umgehend selbst: „Wir kennen die C-Klasse sehr genau, da wir etwa 100 davon im Fuhrpark haben.“ Diesen Fuhrpark, der insgesamt 350 Fahrzeuge umfasst, betreut ein professioneller Fuhrparkmanager in Starkes Bereich. Circa 230 der Pkws und Vans und somit 70 Prozent tragen den Mercedes-Stern. „Als Marktführer in diversen Bereichen der Sanitär- und Heiztechnik verfolgen wir einen adäquaten Marktauftritt, und da passt Mercedes im Außendienst ausgezeichnet“, sagt Starke. Neben dem Image spielen in erster Linie Sicherheitsaspekte und die Zuverlässigkeit eine wichtige Rolle. Und da hat das Unternehmen mit weltweit 3.000 Mitarbeitern bei Mercedes sehr gute Erfahrungen gemacht. Zu guter Letzt sei der Preis natürlich ein entscheidendes Kriterium, wie Starke betont: „Hier hat Mercedes in den vergangenen Jahren eine Menge für Flottenkunden getan, sodass die Leasingkonditionen sehr attraktiv geworden sind.“

Bei seiner Suche nach neuen Features im nahezu voll ausgestatteten Testwagen fiel dem 57-Jährigen als Erstes das Touchpad in der Mittelkonsole auf. Damit lassen sich die Funktionen des Bordcomputers intuitiv steuern. Angezeigt werden die Informationen und Menüs auf einem 21 Zentimeter großen, hochauflösenden Bildschirm in der Mitte des Armaturenbretts. „Damit hat die C-Klasse in der Bedienfreundlichkeit nochmals dazugewonnen“, stellt Starke fest. Das Pad lässt sich über Ein- sowie Mehrfingergesten steuern und ermöglicht sogar handschriftliche Eingaben.

Ein interessantes Feature hat Starke außerdem im Handschuhfach entdeckt. Hier verbirgt sich ein Gerät, das optisch an eine Warmhalteplatte für Getränke erinnert. „Es handelt sich aber um ein Duftsystem.“ Mit verschiedenen Kartuschen lassen sich über die Belüftung unterschiedliche Düfte im Innenraum verteilen.

Darüber hinaus gefällt dem Tester der zur Sonderausstattung zählende Regelknopf zur Fahrwerkseinstellung. Damit kann der Fahrer jederzeit zwischen den Fahrprogrammen Komfort, Sport, Sport+ und dem ‚Sparmodus‘ Eco wechseln. Je nach Programm verändert das Fahrzeug Parameter an Motor, Getriebe, Fahrwerk und Lenkung. „Für mich selbst passt der Sportmodus am besten.“ Im Hinblick auf seinen Job ist aber der Eco-Modus interessanter: „Unsere Außendienstler fahren in den drei Jahren, die wir die Autos im Schnitt leasen, bis zu 150.000 Kilometer, da ist der Verbrauch sehr wichtig.“ Beim zügigen ‚Cruisen‘ am Sonntagnachmittag hatte Starke das Auto auf den Strecken im Weserbergland rund um Holzminden bei circa 5,6 Litern gehalten. „Laut Hersteller ist der Verbrauch zum Vorgänger um einen Liter pro 100 Kilometer gesunken, dies kann uns schnell sechsstellige Summen einsparen.“

In Sachen Ausstattung stellt Stiebel Eltron seinen Mitarbeitern eine Basisversion zur Verfügung, u.a. mit dem kompletten Kommunikations- und Navigationspaket sowie mit Parkassistent und Sitzheizung. Übrige Extras können auf eigene Kosten dazu gebucht werden. Und davon wird laut Starke vor allem bei den Sicherheitssystemen rege Gebrauch gemacht: „Die ausgereiften Mercedes-Benz-Assistenzsysteme wie automatische Abstandsregelung oder Spurhalteassistent werden häufig genommen.“ Beide nutzt er auch persönlich gerne. „Dies erlaubt mir, öfter mal die Sitz- und Beinposition zu verändern, wodurch ich auch nach längeren Fahrten entspannt aus dem Auto steige.“ Im Vergleich zu seinem T-Modell der EKlasse fehlt ihm in der C-Klasse an der Mittelkonsole allerdings etwas die Kniefreiheit. „Das ist aber eine sehr individuelle Geschichte.“

In Sachen Platz hat die neue C-Klasse zum Vorgängermodell einige Zentimeter dazugewonnen. Der Innenraum inklusive Kofferraum macht dementsprechend einen geräumigen Eindruck – bis auf eine Ausnahme. Die Beinfreiheit im Fonds ist bei komplett nach hinten gefahrenen Vordersitzen maximal ausreichend, wie der Fotograf auf dem Rücksitz feststellt. Aber schon bei mittlerer Stellung der Frontsitze ist auch dieser Punkt gelöst.

Insgesamt bezeichnet Starke die neue CKlasse als sehr gelungene Weiterentwicklung. „Das Design ist innen und außen sehr ansprechend, und die Technik ist wieder auf einem hohen Niveau, sodass wir auch in Zukunft mit ruhigem Gewissen auf die CKlasse setzen können.“