Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Neurobiologen

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Text von: redaktion

André Fischer, Neurobiologe und Nachwuchsgruppenleiter am European Neuroscience Institute Göttingen (ENI-G), ist einer von insgesamt sechs Preisträgern der mit 16.000 Euro dotierten Auszeichnung der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland.

Mit dem Preis zeichnet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) jährlich junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland aus, die sich mit exzellenten Forschungsarbeiten profiliert haben. Die Heinz Maier-Leibnitz-Preise zählen zu den wichtigsten Wissenschaftspreisen, die in Deutschland vergeben werden. Die feierliche Preisverleihung fand am 2. Juni 2008 in Berlin statt.

André Fischer wurde für seine bisherigen Arbeiten zu den Grundlagen des Lernens und des Gedächtnisses ausgezeichnet. Auf diesen Forschungsgebieten hat er bereits als Doktorand und Postdoktorant herausragende Ergebnisse erzielen können. Der junge Neurobiologen befasst sich besonders mit den Mechanismen, die zu Erkrankungen des Gehirns wie Alzheimer, Altersdemenz oder Posttraumatischer Belastungsstörung führen können.

Bereits in seiner Doktorarbeit entdeckte Fischer eine Reihe neuer Gene, die für Lernvorgänge im Gehirn wichtig sind. Diese Arbeiten setzte er als Postdoktorand an der Harvard Medical School und am Massachusetts Institute of Technology (MIT), beide in Boston/USA, fort.

Für seine Arbeiten erhielt Fischer 2007 bereits den renommierten European Young Investigator (EUYRI) Award. Aus dem damit verbundenen Preisgeld baute er eine eigene Nachwuchsgruppe am European Neuroscience Institute (ENI) in Göttingen auf. Damit entschied er sich bewusst für eine wissenschaftliche Karriere in Deutschland und die Arbeit am Standort Göttingen. Der 34-jährige Neurobiologe leitet zurzeit das Labor für Altersforschung und neurode-generative Erkrankungen am European Neuroscience Institute Göttingen (ENI-G).