HAWK feiert 40. Geburtstag mit Zukunftsdiskussion

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Text von: redaktion

“Wohin geht die Reise, was können wir tun, um die richtigen Weichen zu stellen?“ Mit diesen Überlegungen gab Christiane Dienel, Präsidentin der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), die Leitlinie für die Zukunftsdiskussion anlässlich des 40. Geburtstages der Fachhochschule vor.

Ausdrückliches Lob bekam die HAWK von Niedersachsens Wissenschaftsministerin Johanna Wanka für die im niedersächsischen Vergleich herausragenden Anstrengungen im Bereich Teilzeitstudium. „Jeder dritte Euro wird in Niedersachsen in Bildung und Wissen gesteckt“, betonte sie in ihrem Impulsvortrag. Bildung habe heute einen höheren Stellenwert als noch in den 1990er Jahren. Mit dem Zukunftsvertrag habe die Landesregierung für Sicherheit und Transparenz gesorgt. Nach ersten Einschätzungen des doppelten Abiturjahrganges 2011 in Niedersachsen rechne sie für die kommenden drei Jahre mit konstant hohen Studienbewerberzahlen in Niedersachsen, so Wanka. Die Hochschulen sollten diese Chance zur Ausweitung des Fächerspektrums nutzen, beispielsweise in den Bereichen Frühkindliche Bildung, Kooperation mit Berufsschulen oder Verzahnung mit Universitäten bei den Themen Medizintechnik und Gesundheit.

Friedhelm Vahsen erinnerte in seiner Rede an die Anfänge der HAWK seit 1971, besonders die der „Uni Ochtersum“ in Hildesheim, die heute die Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit ist. Zukunftsforscher Rolf Kreibich mahnte, heute müsse in globalen Zusammenhängen gedacht werden. Alle fünfeinhalb Jahre verdoppele sich das wissenschaftliche Wissen. Darauf müsse die Bildung reagieren und an Hochschulen besonders auch Orientierungswissen vermitteln.

In Zeiten von Bachelor und Master sei im deutschsprachigen Raum eine gute Didaktik die Ausnahme, spitzte Reinhold Popp vom Zentrum für Zukunftsstudien in Salzburg seine These zu. Pädagogische Grundhaltung müsse der „Respekt vor der Neugierde der Lernenden“ sein, Lernvollzugsanstalten sollten der Vergangenheit angehören.

Beim Expertentalk forderte HAWK-Präsidentin Dienel ihre Gesprächspartner zu den Themen Forschung und strategische Ausrichtung heraus. Unterstützt wurde sie dabei vom Publikum. Das hatte nämlich auf „Do“ und „Don’t“-Karten seine Meinung zur HAWK im Jahr 2025 abgegeben und seine Position auf vier Koordinatensystemen markiert.

Die Ergebnisse der Zukunftsdiskussion dokumentiert und im Anschluss an den Prozess zur Erarbeitung eines neuen Hochschulentwicklungsplanes veröffentlicht.