Harold und Maude auf der Bühne

© Isabel Winarsch
Text von: Claudia Klaft

Das Deutsche Theater Göttingen hat den Kultfilm als Theaterstück umgesetzt. Eine große Geschichte von Colin Higgins für die kleine Bühne des DT-Kellers, in der Inszenierung von Sabrina Glas, dramaturgisch umgesetzt von Barbara Wendland.

Es ist die Geschichte eines besonderen Pärchens:

Harold, ein junger Mann, der mit schaurigen Selbstmordinszenierungen seine Mutter und die von ihr eingeladenen Heiratskandidatinnen verschreckt, und Maude, eine rebellische alte Dame, die eine Vorliebe für schöne Autos und Beerdigungen hat.

Beide treffen sich zufällig und entwickeln eine Freundschaft, fast Liebe, zueinander. Gespräche und gemeinsame, ungewöhnliche Unternehmungen verbinden sie auf eine eigenartige Weise. Das Ende jedoch kommt für Harold überraschend.

Was im Film durch Aufnahmetechnik und natürlich die verschiedenen Spielorte wirkt, bekommt auf der Bühne eine ganz eigene Dimension.

Mit Reduktion auf die beiden Hauptprotagonisten und nur wenige Accessoires wird die Aussage auf das Wesentliche reduziert.

Doch auch im zeitlichen Sinne ist die Aufführung eine Kurzfassung – sie dauert eine knappe Stunde.

Den Schauspielern Gerrit Neuhaus und Ingrid Domann gelingt es dennoch, dem Stück etwas von dem zu geben, was den Film ausmachte: Skurrilität und die Erkenntnis, dass Liebe alle Konventionen sprengen kann.

Aufführungstermine sind am 24. und 30. Januar sowie 11. und 24. Februar.