Hardenberg Burgturnier erfolgreich verlaufen

©Stefan Lafrentz
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Das Hardenberg Burgturnier in Kombination mit der Hardenberg Klassika geriet 2017 erneut zum Besuchermagneten. Rund 38.500 Gäste zählten die Veranstalter und damit knapp 2000 Zuschauer mehr als im Vorjahr.

Immer wieder setzt das Hardenberg Burgturnier Akzente, in diesem Jahr hatte der Akzent einen berühmten Namen: Isabell Werth, Mannschafts-Olympiasiegerin und die Dressur-Ikone schlechthin, kam für den guten Zweck ins Stadion mit ihrem Sorrento, kommentierte aus dem Sattel die Arbeit mit dem Pferd und sagte auch, warum sie das Springstadion eroberte. Erst vor wenigen Wochen war die Dressurreiterin gemeinsam mit Verlegerin Gudrun Bauer in Kenia, lernte deren Projekte der Initiative „Reiten gegen den Hunger“ unter dem Dach der Welthungerhilfe kennen. Mehr als 20.000 Euro konnten beim Hardenberg Burgturnier für diese Initiative gesammelt werden.

Die Gothaer Trophy, eines der prestigeträchtigen Weltranglistenspringen, geriet zum ‚Heimspiel‘ für Friso Bormann. Der Springreiter aus Hildesheim, der in Göttingen studiert und für den RFV Harsum startet, eroberte als letzter Starter den Sieg mit Crazy Chara und brachte die Zuschauer auf den vollbesetzten Tribünen damit ganz „aus dem Häuschen“. Charmant plauderte Bormann danach über das Thema Studium und Sport. „Hm, ja ich bin schon etwas länger da Student“, so Bormann, „irgendwie passt das nicht immer mit dem Sport ganz zusammen.“ Das ‚Nachsehen‘ hatte der Schweizer Olympiareiter Werner Muff, der mit Coranto Zweiter wurde. Die ‚Silberne Peitsche‘, dieses Jahr zum zweiten Mal verliehen, ging an die 19-jährige Springreiterin Saskia Kobe aus Huntlosen. Auf ihrem Pferd Mas Que Nada, ritt sie im Finale schnell und fehlerfrei ins Ziel.

Kaum hatten Reiter und Pferde das Stadion verlassen und die Stallungen erreicht, da begann das optische und akkustische Hauptereignis, das große Feuerwerk des Hardenberg Burgturniers, für das tausende Zuschauer auf den Turnierplatz ins Stadion strömten. Choreographiert auf klassicher Musik bot sich über Minuten ein einzigartiges Schauspiel, das die Burgruine Hardenberg in vielfarbiges Licht tauchte. Das Feuerwerk ist in jedem Jahr am Samstagabend beim Hardenberg Burgturnier der absolute ‚Hingucker‘.