Händel und musa auf der Expo

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Text von: redaktion

Das Land Niedersachsen machte am 15. und 16. Mai den Auftakt aller Bundesländer bei der Expo 2015 in Mailand: Mehr als 80 niedersächsische Akteure präsentierten rund um den Deutschen Pavillon ein vielfältiges Kulturprogramm.

Drei Projekte hatte das Land Niedersachsen ausgewählt, um die kulturelle Vielfalt im Land zu zeigen. Mit dabei: Sequenzen aus den Hamelner Musicals „Rats“ und „Baron Münchhausen“, die einzigartige Modenschau „Nach Neuem Trachten“, die – inspiriert von Schaumburger Trachten – Modedesign aus Niedersachsen auf den Expo-Laufsteg bringt – und Ausschnitte aus der Händel-HipHOpera „Familienbande: Faramondo“, einer Kooperation der Internationalen Händel-Festspiele mit dem Kulturzentrum musa.

Die Crossover-Oper „Familienbande: Faramondo“ hatte am 3. Mai 2014 im Jungen Theater in Göttingen eine fulminante Premiere gefeiert, die das Publikum mit Standing Ovations und jubelndem Applaus feierte. Mehr als 50 Schüler aus allen Schulformen, die auf der Bühne in Chor, dem eigens gecasteten Orchester, in der Band und in der Rap-Gruppe agierten, hatten dieses Projekt neben dem eigentlichen Schulunterricht erarbeitet. Weitere Kooperationspartner der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen waren neben dem Kulturzentrum musa die Geschwister-Scholl-Gesamtschule, die Freie Musikschule am Wall, die Popakademie Baden-Württemberg und die LAG Rock in Niedersachsen.

Auf Einladung des Landes Niedersachsen reisten am Himmelfahrtstag die Rap-Gruppe der musa, Verantwortliche der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen und des Kulturzentrums musa sowie die Regisseurin Sonja Elena Schroeder nach Mailand, um an mehreren Tagen Ausschnitte aus der Händel-HipHOpera „Familienbande: Faramondo“ zu präsentieren. Auf dem Programm stand außerdem ein Treffen mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil, der am 15. Mai das Kulturprogramm eröffnete und sich die erste Präsentation der Händel-HipHOpera aufmerksam anschaute.

„Niedersachsen ist ein eindrucksvoller und dynamischer Kulturstandort, der Tradition und Moderne verbindet. Dafür liefert das Programm zum Auftakt der Ländertage im Deutschen Pavillon einen eindrucksvollen Beweis. Ich bedanke mich bereits jetzt bei allen Musicaldarstellerinnen und -darstellern, den jungen Rappern und Sängerinnen, den Models und den vielen engagierten Menschen hinter den Kulissen. Sie tragen durch ihr Engagement die große kulturelle Vielfalt Niedersachsens weit über die Landesgrenzen hinaus“, so der niedersächsische Regierungschef.